"Hafenausbau hat mit Großkraftwerk nicht zu tun"

Ensdorf. Mit dem Bau eines Hafens am Kohlekraftwerks Ensdorf soll dem Energiekonzern RWE keineswegs durch die Hintertür doch noch der Weg zur Errichtung des im Herbst abgelehnten Großkraftwerks bereitet werden. Einem entsprechenden Verdacht der Grünen-Landtagsfraktion traten gestern Bürgermeister Thomas Hartz (CDU) und Kraftwerkschef Hans-Hermann Michaelis entgegen

Ensdorf. Mit dem Bau eines Hafens am Kohlekraftwerks Ensdorf soll dem Energiekonzern RWE keineswegs durch die Hintertür doch noch der Weg zur Errichtung des im Herbst abgelehnten Großkraftwerks bereitet werden. Einem entsprechenden Verdacht der Grünen-Landtagsfraktion traten gestern Bürgermeister Thomas Hartz (CDU) und Kraftwerkschef Hans-Hermann Michaelis entgegen. "Wir werden den Bürgerwillen achten", sagte Hartz. "Selbst wenn es zu einer Änderung des Flächennutzungsplans kommen sollte, werden wir dafür sorgen, dass damit nicht das Großkraftwerk ermöglicht würde." Und Michaelis versicherte: "Mit einem Großkraftwerk haben die Pläne nichts zu tun." Sie hätten schon lang in der Schublade gelegen für den Fall, dass der Saar-Bergbau nicht mehr die nötigen bis zu eine Million Tonnen Kohle pro Jahr liefern könne. Man brauche beide Verkehrsmittel, Schiff und Bahn, erklärte Michaelis. Denn verlasse sich das Kraftwerk nur auf die Bahn, habe man bei Lieferschwierigkeiten "ein großes Problem". Abgesehen davon habe die Bahn derzeit nicht einmal genug Waggons für die nötigen Kohle-Mengen. mzt

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