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Händchen fürs Harmonische

Saarbrücken. Ehrensache, dass sich die Deutsche Radio Philharmonie (DRP) droben auf dem Halberg seiner annimmt: Erblickte Théodore Gouvy (1819-1898), wohl wichtigster von der Saar stammender Komponist des 19. Jahrhunderts, doch gleich drunten in Schafbrücke, damals Goffontaine, das Licht der Welt

Saarbrücken. Ehrensache, dass sich die Deutsche Radio Philharmonie (DRP) droben auf dem Halberg seiner annimmt: Erblickte Théodore Gouvy (1819-1898), wohl wichtigster von der Saar stammender Komponist des 19. Jahrhunderts, doch gleich drunten in Schafbrücke, damals Goffontaine, das Licht der Welt. Jacques Mercier, Chefdirigent des Orchestre National de Lorraine, beweist ein Händchen für die geschmeidige Eleganz von Gouvys Sinfonien 3 und 5. Die markante Eröffnung der Dritten (1853) schürt Erwartungen, mancherlei schöne harmonische Wendungen folgen - und scheint nicht das Minuetto der Fünften (1868) einen Hauch Fin-du-siècle zu ahnen? Zweifellos handwerklich hochstehende Musik. Doch vermisst man Momente, die sich wirklich ins Gedächtnis graben. uhr



Théodore Gouvy: Sinfonien 3 & 5, DRP unter Jacques Mercier.

Erschienen bei CPO.