Guttenberg sieht Opel noch lange nicht als gerettet an

Guttenberg sieht Opel noch lange nicht als gerettet an

Hamburg. Unmittelbar vor der Sitzung des Verwaltungsrats von General Motors (GM) hat Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gestern mit Blick auf den Autohersteller Opel vor überzogenen Erwartungen gewarnt

Hamburg. Unmittelbar vor der Sitzung des Verwaltungsrats von General Motors (GM) hat Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gestern mit Blick auf den Autohersteller Opel vor überzogenen Erwartungen gewarnt. Selbst wenn sich GM in dieser Sitzung für einen Investor entscheide und das Geschäft zügig vorankomme, sei die Rettung von Opel damit noch nicht gesichert, sagte Guttenberg in einem Interview mit der "Financial Times Deutschland". Opel werde man erst als gerettet ansehen können, wenn klar sei, dass sich Opel tatsächlich als wettbewerbsfähiges Unternehmen auf den globalen Märkten etabliert habe, sagte der Wirtschaftsminister der Zeitung. Dies sei "sicher nicht in den nächsten Wochen und Monaten zu sehen". Er sei sehr vorsichtig mit dem Begriff Rettung geworden. Der Verwaltungsrat von GM war gestern nachmittag in Detroit zu einer Sitzung zusammenkommen. Dabei wollte das Gremium über die Angebote des Bieterkonsortiums um den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und des belgischen Investors RHJ International zu Opel beraten. GM hatte zuvor angekündigt, sich in dieser Sitzung für einen bevorzugten Bieter zu entscheiden. Das Ergebnis der Sitzung lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor. ddp