Quierschied: „Gute Standortbestimmung“ für SpVgg

Quierschied : „Gute Standortbestimmung“ für SpVgg

Rund 750 Zuschauer kamen trotz Hitze, um sich das erste Testspiel des 1. FC Saarbrücken gegen die SpVgg. Quierschied anzusehen.

Schauen wir auf unseren Kalender, stellen wir fest, dass etliche Termine jedes Jahr wieder kommen. Manche trotz tagesgenauer Festlegung überraschend wie Weihnachten, andere trotz kleiner Verschiebungen wie in Stein gemeißelt - so wie das alljährliche erste Testspiel des 1. FC Saarbrücken bei der SpVgg. Quierschied. Am vergangenen Freitag war es wieder einmal so weit.

„Wir sind dem FCS sehr dankbar, dass dies immer wieder klappt. Es ist nicht selbstverständlich“, sagte Kai Berrang, der gemeinsam mit Christian Meiser die sportliche Verantwortung in Quierschied trägt, „dieses Event gibt uns jedes Jahr die Gelegenheit, unseren Verein positiv darzustellen. Und natürlich helfen uns die Einnahmen immer ein ganzes Stück weiter.“

750 Zuschauer waren diesmal gekommen - trotz hoher Temperatuen und Ferienzeit eher wenig für Quierschieder Verhältnisse. Denen wurde dafür aber auch etwas Neues geboten. Der Fußball-Saarlandligist setzte in den 90 Minuten gleich drei Torleute ein. Benedikt Schmidt machte den Anfang und langweilte sich fast. Denn der Regionalliga-Meister fand in den ersten 30 Minuten kein Mittel gegen die Fünferkette der Hausherren.

Dafür durfte Quierschieds Nummer eins aber jubeln. Julian Fernsner brachte „die Wambe“ per Freistoß mit 1:0 in Führung (20. Minute). „Es gibt auch in der Saarlandliga Leute, die Freistöße schießen können. Ich gehöre vielleicht dazu“, sagte der Torschütze, dem das Auseinanderfallen der FCS-Mauer allerdings in die Karten spielte, „ich hätte die Führung gerne länger gehalten, aber es war klar, dass sich die Saarbrücker irgendwann durchsetzen.“

In der 35. Minute war es soweit. Nach einem Eckball von Markus Obernosterer ließ Fanol Perdedaj dem zweiten Quierschieder Torwart Marc Birkelbach keine Abwehrchance. Beim 1:2 mit dem Pausenpfiff sah Birkelbach dann ganz unglücklich aus.

Nach seiner Faustabwehr konnte FCS-Stürmer Sebastian Jacob dem Ball nicht mehr ausweichen, der dann über die Linie trudelte. Dass er es doch kann, zeigte „Birke“ nach dem Wechsel, als er gegen José Pierre Vunguidica ganz stark reagierte.

Gegen müde werdende Gastgeber erspielte sich der haushohe Titelfavorit der Regionalliga in der letzten halben Stunde einige Chancen.

Fabian Gessner - der dritte Quierschieder zwischen den Pfosten spielte letzte Saison noch beim SC Friedrichsthal -  konnte sich mehrfach auszeichnen, war aber bei den Treffern von Gillian Jurcher (79.) und Markus Mendler (86.) chancenlos. „Wir haben das über weite Strecken gut gemacht und können mit dem Ergebnis auch sehr gut leben“, sagte der zweite sportliche Leiter Meiser, „ich denke, es war für uns auch eine gute Standortbestimmung Richtung neue Saison. Die wird nicht einfach, denn die Saarlandliga ist stärker geworden.“

Die Quierschieder hatten dabei ihre Planungen schon früh abgeschlossen, wobei man wohl noch einen weiteren Stürmer verpflichten möchte. Lars Wintrich und Lukas Grünbeck kamen vom SV Bübingen. Mittelfeldspieler Lars ist 20 Jahre alt und war in der Jugend des 1. FC Saarbrücken, 1. FC Kaiserslautern und des SV Elversberg.

Auch der 23-jährige Lukas Grünbeck wurde in der Jugend des FCS ausgebildet und brachte es in der 2. Mannschaft sogar auf einige Oberliga-Einsätze. Vom SV Hellas 05 Bildstock wechselte Offensivspieler Mirco Zavaglia ans Fransenhaus. Der 23-Jährige erzielte dort in 69 Meisterschaftsspielen 46 Tore. Defensivspieler Nicholas Weitmann. (19) spielte bislang beim FSV Jägersburg.

Nach einem Stipendium in den USA kehrte Arpan Singh (20 Jahre alt und früher beim Saar 05 Saarbrücken) ins Saarland zurück. Der erfahrenste Neuzugang ist aber Alden Hodzic. Der 30-jährige Innenverteidiger, der bei Rot-Weiß Sulzbach das Fußballspielen erlernte, kickte zuletzt in Siersburg.

„Wir haben eine junge hungrige Truppe, der ich mit meiner Erfahrung helfen möchte“, sagte Hodzic, „Quierschied hat eine tolle Runde gespielt, auch in der Halle. Daran möchten wir anknüpfen.“
Und schon notieren wir die nächsten unverrückbaren Termine im Kalender: Hallenmasters-Turniere ab Mitte Dezember.

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