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Gute Job-Chancen für Ingenieure

Saarbrücken. Lothar Warscheid

Die Ingenieurs-Ausbildung an den Hochschulen des Saarlandes darf nicht weiter zurückgestutzt werden. "Mit dem jetzigen Zuschnitt an Fächern und Studienplätzen können wir zufrieden sein. Damit ist sichergestellt, dass sich genügend junge Leute einschreiben und im Saarland auch ein gutes Studienangebot vorfinden", sagt Professor Andreas Schütze (50). Er wurde am Freitag zum neuen Landesvorsitzenden Saar des Verbands der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (VDE) gewählt. Schütze löst Hans-Hermann Michaelis (64) ab, der das Amt nach 16 Jahren zur Verfügung stellte. Die Saar-Universität, die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) sowie die Akademie der Saarwirtschaft (ASW) müssten die Vorteile der Ingenieurausbildung an der Saar "offensiv vermarkten, um möglichst viele Studierende ins Saarland zu holen", sagte Schütze, der den Lehrstuhl für Messtechnik an der Saar-Uni innehat. Dies bedeute nicht Einheitsbrei, sondern "jede Hochschule muss ihr Profil in der Ausbildung schärfen". Dieser Ansicht schloss sich auch Roger Wassmuth, Chef des Landesverbands Saar des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), am Rande der VDE-Jahresversammlung an.

Junge Ingenieure hätten an der Saar in den nächsten Jahren "hervorragende Aussichten auf einen sicheren und gut bezahlten Arbeitsplatz", ist Schütze überzeugt. Außerdem sei das Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern groß, wenn an den Schulen die richtigen Weichen gestellt würden. Um dies zu fordern, hat der VDE Saar einen Lehrerpreis ausgeschrieben, der diesmal an das Gymnasium am Steinwald in Neunkirchen ging. In Klassenstufe 7 können dort junge Leute mit Experimenten ihren naturwissenschaftlichen Forscherdrang ausleben.