| 20:03 Uhr

Grundstück dafür vorgesehen

Riegelsberg braucht mehr Kita-Plätze.
Riegelsberg braucht mehr Kita-Plätze. FOTO: picture-alliance/ dpa / Karl-Josef Hildenbrand
Zu „Kritik am möglichen Kita-Standort“,18. Oktober

Die Überlegungen, den derzeitigen Spielplatz auf dem Gisors-Platz für den Bau einer neuen Kindertagesstätte zu nutzen, sind nachvollziehbar. Das Grundstück wurde seit Beginn der Bauplanung dafür vorgesehen. Wegen des bisher fehlenden Bedarfs wurde die Kita nicht gebaut, dafür die Fläche als Spielplatz genutzt.


Der Spielplatz darf allerdings nicht ersatzlos wegfallen. Er kann problemlos auf die Grünfläche des Gisors-Platzes verschoben werden. Die Bedenken hinsichtlich der Bebauung beziehen sich im Wesentlichen auf das vermehrte Verkehrsaufkommen durch Eltern, die ihre Kinder zur Kita fahren oder abholen. Nun steht das Gemeinwohl (mehr Kita-Plätze) über dem Interesse einiger Anlieger. Auch entsteht dieses Verkehrsaufkommen nur an fünf Tagen morgens und nachmittags. In Relation zum Schleichverkehr der Autofahrer, welche die Gisorsstraße verbotener Weise als Abkürzung benutzen, ist das zu verkraften. Eine kluge Planung von zusätzlichen Parkflächen und einem Haltestreifen kann zur Entspannung beitragen. Wie berichtet, befinden sich Gruppen in Provisorien. Es ist nicht absehbar, dass sich diese Situation mittelfristig entspannt. Auch aus organisatorischer Sicht ist eine Zusammenlegung von Gruppen sinnvoll. Der Bau einer Kita ist nicht nur wegen der aktuellen Situation notwendig. Die demografische Entwicklung im Wohngebiet wird zu einem Generationswechsel führen. Neubürger werden somit eine Kita und einen Spielplatz vor der Tür begrüßen. Eine neue Kita wertet somit das Wohngebiet rund um den Gisors-Platz auf.

Georg Müller, Riegelsberg