| 18:34 Uhr

Seemannsgarn aus Würselen
Wer ist Martin Schulz?

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Ist der SPD-Chef gar kein Halb-Saarländer? War er nie Buchhändler? Fragen über Fragen. Von Thomas Schäfer
Thomas Schäfer

Wie schlimm es um den Obergenossen Schulz steht, hat gestern eine Umfrage ans Licht gebracht. Weniger als die Hälfte der SPD-Mitglieder hält den einstigen Mister 100 Prozent noch für den richtigen Mann an der Parteispitze. Was für eine Tragödie! Da reißt man sich monatelang den Allerwertesten auf, um die alte Dame SPD wieder in die Nähe des Kanzleramts zu bringen, und dann das. Nur weil Schulz ein, zwei, vielleicht auch drei kleinere Versprechen gebrochen hat und jetzt auch noch Minister unter Merkel werden will.


Obwohl es eigentlich fad geworden ist, auf Schulz herumzuhacken, weil das alle machen, können wir an dieser Stelle nicht vollständig darauf verzichten. Denn das ganze Ausmaß seines Blendwerks ist noch gar nicht bekannt. Bislang geheim gehaltene Dokumente des internationalen Instituts für Gaukelspiel und Seemannsgarn dürften den Mann aus Würselen weiter in Not bringen: Schulz war demnach kein Buchhändler, sondern Metzger. Er hasst Fußball, hatte überhaupt kein Alkoholproblem, sondern kiffte wie blöd, und – das Schlimmste – er ist gar kein halber Saarländer, wie er stets behauptet, sondern ein halber Pfälzer. Was für eine Tragödie!