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Glosse
Der neue Trend „#MeTuch“

Glosse.
Glosse. FOTO: Tobias Hase / picture alliance / dpa
Früher hielten manche die Grippe für eine Krankheit. Aber mit der richtigen Einstellung muss sie das nicht sein – handelt es sich doch gerade Ende Februar vielmehr um einen Mega-Trend. So sind derzeit so viele Menschen betroffen, dass das Taschentuch und der Schal bereits beliebte Modeaccessoires geworden sind. Und im Idealfall ist der Vergrippte beim Hineinschniefen auch in der Lage, beides voneinander zu unterscheiden. Von Pia Rolfs

Begleitet werden sollte der Hype unbedingt noch durch ständige Grippe-Selfies, eine Nies-Challenge im Netz und den medienwirksamen Abwurf von Bonbons über verseuchten Ballungsräumen. Dann ist die Grippe endgültig der letzte Schrei, und das meint keineswegs einen tödlichen Ausgang.


Besonders wichtig: Die rote Schnief-Nase muss neues Schönheitsideal werden. Schließlich zeigt sie soziale Kompetenz. Steckt sich doch nur an, wer mit seinen Mitmenschen intensiven Kontakt pflegt. Auch für die Karriere sollten sich Kandidaten daher nicht mehr nach oben schlafen, sondern nach oben niesen. Und in Anspielung auf das dafür benutzte Taschentuch heißt der dazugehörige Hashtag natürlich dann „#Me-Tuch“.