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Groko-Entscheid
Gewissensprüfung für SPD

FOTO: Roby Lorenz / SZ
Um Missbrauch bei der Groko-Abstimmung der Mitglieder zu verhindern, kann die SPD auf eine radikale Idee aus der Zeit von Willy Brandt setzen. Von Dietmar Klostermann
Dietmar Klostermann

Eine kleine Eintrittswelle verzeichnet die ehemalige Arbeiterpartei SPD. Doch der Jubel bei den Genossen in der Parteiführung darüber hält sich in Grenzen. Hatte doch der intrigante Juso-Chef Kevin Kühnert die Bundesbürger dazu aufgerufen, massenhaft Sozialdemokraten zu werden. Nur mit dem Ziel, bei der Mitgliederabstimmung über die neue Groko dieselbe zu stoppen. Was tun? fragen sich Martin Schulz und Co. Dabei müssen sie nicht verzweifeln. Aus der guten alten Zeit, als Willy Brandt noch Bundeskanzler war, gibt es subtile Mittel, um die wahre Gesinnung der so begeistert der SPD Zueilenden zu durchleuchten. Mit einer kleinen Regelanfrage beim Verfassungsschutz wurden damals allzu linke (Zeit)-genossen, denen man nicht zutraute, auf dem Boden der Freiheitlich Demokratischen Grundordnung (FDGO) zu stehen, gar nicht erst in den Schul- oder Polizeidienst aufgenommen.



So kann es die SPD auch heute halten: Wer nicht für die Groko ist, hat in einer modernen SPD nichts verloren. Und das verstößt auch nicht gegen die FDGO. Kühnerts Trojaner können ja in die Linke eintreten, die brauchen auch eine Blutauffrischung.