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Meiser goes Youtube
Meiserklaus wird Youtuber

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Endlich hat auch Landtagspräsident Klaus Meiser erkannt, dass es so mit dem Saar-Parlament nicht mehr weitergeht. Die Quoten bei den TV-Übertragungen aus dem Hohen Haus sollen sich im nicht messbaren Bereich befinden. Auch der Zuspruch auf den Besucherplätzen hält sich im Rahmen. Wenn nicht der treue Prälat Prassel und die Bediensteten aus den Ministerien da wären, wären die Gästebänke oft gähnend leer. Von Dietmar Klostermann

Doch der Meiserklaus, ein wackerer Christdemokrat, der schon Quierschied als Bürgermeister modernisierte, wagt den großen Sprung nach vorn. Auf Youtube soll die einschläfernde Wirkung der TV-Übertragung, die aus einer Kameraeinstellung aufs Rednerpult und den dahinter ruhenden Landtagspräsidenten besteht, aufgepeppt werden. Wie man hört, will „Meiserklaus aka My-Saw-Claws“ selbst vorangehen. Vor allem die Jugend soll erfahren, was abgeht, wie „My-Saw-Claws“ den Landtag rappt. Den Zweiten Staatsvertrag zur Änderung des Glücksspielstaatsvertrages etwa kann „Meiserklaus aka My-Saw-Claws“ locker erklären: Ein Roulettetisch ersetzt das Pult. Und dann ruft der Meiserklaus: „Nichts geht mehr!“