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Tod eines Schokohasen
Kopf oder Hinterteil?

FOTO: picture alliance / dpa / Tobias Hase
Ostern hat uns einige ungelöste Probleme ins Nest gelegt. Vor allem die Frage: Wie halte ich’s mit dem Osterhasen? Von Pia Rolfs

Denn die Ansichten, wie dieser waidgerecht zerlegt wird und ob überhaupt, ist innerhalb von Familien, Freundeskreisen und Kollegen umstritten. Zarte Gemüter würden den Hasen eigentlich lieber unangetastet lassen – oder höchstens unzerkaut mit viel Flüssigkeit schlucken. Letzteres ist aber gesundheitsschädlich und kann im Extremfall dazu führen, dass die Ostereier bald von unten gesucht werden müssen. Andere beißen dem Hasen erst den Kopf ab – vorgeblich, damit er nicht leiden muss. Das klingt aber nach Heuchelei. Offen egoistische, aber auch lebensfrohe Mitmenschen beginnen dagegen mit dem Hinterteil, um sich noch länger am Osterhasen-Kopf zu freuen. Und manche verputzen den Hasen so schnell, dass Kopf und Hintern quasi verschmelzen – im Idealfall nur die des Schokohasen. Erschreckend ist es jedoch, wenn vermeintlich sanfte Kollegen dem Osterhasen mit dem Messer zu Leibe rücken. Mehr darf hier nicht verraten werden. Denn der einzige andere Zeuge dieses Gewaltaktes ist der Schokohase selbst. Und der wurde schon beseitigt.