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Bomben auf Oslo
Nobelpreise für Trump

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Der Friedensnobelpreis für Donald Trump ist nach der Absage dem Korea-Gipfels wohl futsch. Aber auf ihn warten noch andere Ehren. Von Ulrich Brenner
Ulrich Brenner

Der Liebesentzug aus Nordkorea traf Donald Trump gestern wie ein Schlag. Eine Absage des Gipfels mit Kim Yong Un könnte ihn den Friedensnobelpreis kosten, der ihm schon deshalb zusteht, weil sogar dieser Barack Hussein Obama ihn bekam. Von einer Bombardierung Pjöngjangs und Oslos konnte der wütende US-Präsident aber mit dem Verweis auf andere nahende Ehren abgehalten werden. So wird er als Wirtschaftsnobelpreisträger für seinen weltweiten Feldversuch gehandelt, die Lehre von den Wohlstandeseffekten des Freihandels zu widerlegen. Die Komitees der Physiker und Chemiker streiten um die Ehre, ihm die Nobel-Medaille für die Beendigung des Klimawandels per Federstrich zu verleihen. Da ist der Medizin-Nobelpreis für die Selbstdiagnose als „mental gefestigtes Genie“ nur Zubrot.


Und schließlich hat die durch Intrige, Missbrauch und Vetternwirtschaft diskeditierte schwedische Akademie ja verkündet, 2018 keinen Literaturnobelpreis, dafür 2019 gleich zwei zu vergeben. Breaking News: Sie gehen beide an Trump. Einer für das Twitter-Oeuvre. Ein zweiter als Sonderpreis der Akademie: Keiner verkörpere ihren aktuellen Geist so wie der US-Präsident.