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Glosse
Lieber schön als schlau

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Viele warten immer noch sehnsüchtig auf die gute Fee, die ihnen drei Wünsche erfüllt. Aber sie wissen immerhin schon, was sie am dringendsten wollen: Intelligenz oder Reichtum. Von Pia Rolfs

Zumindest laut einer Forsa-Umfrage stehen diese Wunscheigenschaften bei 34 Prozent ganz oben. Nur sieben Prozent legen den größten Wert auf Schönheit. Das ist möglicherweise kurzsichtig. Schließlich ebnet Attraktivität bisweilen erst den Weg zu beruflichem Erfolg oder einem reichen Partner. Wer sich also nur umwerfende Schönheit wünscht, kann sich den Reichtumswunsch vielleicht sparen. Und muss beim Wünschen auch gar nicht mehr bis drei zählen können. Intelligenz andererseits ist für das Lebensglück oft hinderlich. Führt sie doch bisweilen zu Selbstzweifeln oder Selbstkritik. Manchmal sogar, wenn es ganz dicke kommt, zu moralischen Skrupeln. Beides steht dem Streben nach Reichtum nur im Weg. Und intelligente Menschen laufen auch Gefahr, potenzielle Partner nicht nur nach ihrem Aussehen auszusuchen. Das macht alles unnötig kompliziert. Aber das Problem ist: All diese Nachteile der Intelligenz lassen sich erst mit etwas Intelligenz erkennen. Und dann ist es oft schon zu spät.