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Glosse
Horst muss spielen gehen

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Jetzt ist ihr der Kragen endgültig geplatzt: Angela Merkel schickt Horst Seehofer ins Ankerzentrum. Eine disziplinarische Maßnahme, die den CSU-Chef wieder zur Besinnung bringen soll. Von Fatima Abbas
Fatima Abbas

Anker steht für „Ankommen, Kuchen essen und reiten“. Eine Art Kurort mit ein paar kniffligen Aufgaben. „Damit sich der Horst nicht langweilt“, twitterte Merkel am Rande ihrer Nahost-Reise. Neben Kuchen-Essen und Reiten soll Seehofer mit Flüchtlingen „Die Reise nach Jerusalem“ spielen. Beim Stühlerücken hilft Österreichs Kanzler Sebastian Kurz, der dafür auch ein Stück vom Kuchen haben will. Weitere Challenges („Herausforderungen“, wie der Bayer sagt) sind die Spiele „Horst, ärgere dich nicht“ und „Schlag den Gauland“.


Im ersten Spiel erklärt eine Merkel-Stimme Seehofer 30 Minuten lang in Dauerschleife, dass Flüchtlinge auch Menschen sind und Bayern nur ein deutsches Bundesland. Er muss versuchen, sich nicht zu ärgern. Wenigstens kann er sich danach bei „Schlag den Gauland“ so richtig austoben. Da muss er versuchen, innerhalb von 30 Minuten mehr populistische Sprüche zu klopfen als Alexander Gauland in einer x-beliebigen Rede. Das wird ein Spaß!