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Glosse
Kuscheln mit dem Laptop

Es wird eng in deutschen Betten. Aber das liegt nicht etwa an Gewichtszunahme oder dem Verfall der Sitten. Sondern an der Technik. Denn manche nehmen heute nicht nur ihr Smartphone, sondern auch ihren Laptop mit ins Bett, ergab eine Umfrage der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung. Von Pia Rolfs

Wenn also der Partner heute gesteht, er träume von einem „flotten Dreier“, denkt er vermutlich nur an eine vierhändige Massage auf Handydisplay und Laptop-Tastatur.


Fragt sich natürlich, welche Folgen dieser Umstand für das menschliche Liebesleben hat – aber möglicherweise ist ein solches ja gar nicht mehr erwünscht. Zwar wirkt der Laptop oberflächlich nicht kuscheltauglich. Aber das bedeutet nur, dass er Ecken und Kanten hat. Und wie Frauen sich seit Jahrhunderten erfolgreich einreden, ist das kein Zeichen von Lieblosigkeit, sondern von Charakter. Ein anderes Problem allerdings könnte noch gravierender werden: Eifersucht! Gerade Geräte vernetzen sich oft sehr schnell und innig miteinander. Und wer weiß, zu welchen Explosionen das Smartphone imstande ist, wenn der Mensch dann den Laptop anmacht.