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Glosse
Bittersüße Süßigkeiten

(Symbolfoto).
(Symbolfoto). FOTO: dpa
Forschung soll angeblich dem Menschen dienen, tut sie aber nicht immer. Denn US-Wissenschaftler haben eine grausame Methode entwickelt: Sie lassen Süßes bitter schmecken. Von Pia Rolfs

Dabei wurden Leckereien für Versuchsmäuse so verändert, dass sie diese gar nicht mehr anknabbern mochten. Menschen soll das angeblich bei einer Diät helfen. Aber das könnte ein Trugschluss sein. Schließlich wollen die meisten nur deswegen abnehmen, um danach wieder unbeschwert in vollen Zügen genießen zu können. Und welche Hoffnung bleibt ihnen noch, wenn der Schokoladenkuchen angeblich gar nicht mehr schmeckt? Jeder Verweis auf andere Freuden des Lebens ist jetzt unnötig und unangebracht, denn die meisten haben weitaus mehr Risiken und Nebenwirkungen als ein Schokoladenkuchen.


Die bittere Wahrheit ist nämlich: Schokolade, Pralinen und Kuchen schaffen es am besten, den Menschen glücklich zu machen, ohne ihn zu enttäuschen. Und das liegt an der Zeitdauer. Denn für eine tiefe Enttäuschung ist das Nebeneinander-Existieren von Mensch und Süßigkeit einfach zu kurz.