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Glosse
Wo ich bin, ist pünktlich

(Symbolfoto).
(Symbolfoto). FOTO: dpa
Endlich einmal wird über das größte Problem der Welt diskutiert: die Zeit! Verhindert diese doch die ewige Jugend und das ewige Leben. Weil sie immer wieder davonläuft. Von Pia Rolfs

Na gut, eigentlich wird nur über die Zeitumstellung debattiert – aber für diese Unterscheidung bleibt leider keine Zeit. Zu wichtig ist es da nämlich, über das nachzudenken, was die EU-Kommission mahnt: In Europa solle kein Flickenteppich unterschiedlicher Zeitzonen entstehen. Aber wa­rum eigentlich nicht? Wäre es nicht großartig, wenn in Mainz etwa eine andere Zeitzone wäre als in Frankfurt? Dann könnten Pendler zwischen den Städten zum Arbeitsort fahren, ohne Zeit zu verlieren – natürlich nur auf einer Strecke.


Eine total flexible Zeit würde der Tatsache Rechnung tragen, dass die Uhren in Berlin oder Ostfriesland ohnehin anders gehen. Möglich wäre natürlich auch ein noch kleinteiligerer Flickenteppich, der persönliche Wünsche und das ganz eigene Raum-Zeit-Kontinuum samt gefühlter Relativitätstheorie berücksichtigen würde. Denn dann würde endlich gelten, was manche bereits meinen: Wo ich bin, ist pünktlich.