Geldtransport-Streik hat kaum Auswirkungen auf Bargeld-Versorgung

Verdi hatte gewarnt : Geldtransport-Streik hat kaum Auswirkungen auf Bargeld-Versorgung

Verdi hatte vor leeren Geldautomaten gewarnt - dazu ist es wohl zumindest großflächig nicht gekommen. Der Warnstreik der Geldtransport-Mitarbeiter hat Banken und Handel zufolge kaum Folgen für die Bargeldversorgung.

"Wir sehen für den Handel keine Auswirkungen", sagte ein Sprecher des Handelsverbands Deutschland (HDE) am Mittwoch. Auch die Kreditinstitute gaben weitgehend Entwarnung. Bislang gebe es keine Anhaltspunkte für größere Auswirkungen, erklärte die Deutsche Kreditwirtschaft (DK), der Zusammenschluss der fünf deutschen Bankenverbände. Es könnte aber zu punktuellen Einschränkungen in der Bargeldversorgung kommen.

Bei der Commerzbank komme es vereinzelt zu Bargeldengpässen an den Automaten, sagte ein Sprecher. In den meisten der 1000 Commerzbank-Filialen gebe es aber keine Störungen. Bei der Deutschen Bank gebe es keine Auswirkungen auf die Bargeldversorgung, sagte eine Sprecherin.

Seit Mittwochmorgen streiken die Beschäftigten der Geld- und Wert-Branche. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die 12.000 Beschäftigen bei einer Laufzeit von zwei Jahren eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro pro Jahr der Laufzeit beziehungsweise eine Erhöhung des Monatsgehalts um 250 Euro pro Jahr, sowie die Angleichung der Gehälter in den neuen Bundesländern. Nach fünf ergebnislosen Runden werden die Tarifverhandlungen am Donnerstag und Freitag (3./4. Januar) fortgesetzt.

Auch in NRW wurde gestreikt: In Hagen etwa hätten Mitarbeiter verhindert, dass Geldtransporter ein Sicherheitsunternehmen verlassen. Daraufhin habe die betroffene Firma die Polizei gerufen. Wie sich die Situation weiterhin entwickelte, war zunächst unklar.

Auch in Düsseldorf, Köln, Bochum und Bielefeld traten Beschäftigte in den Warnstreik. Laut Verdi handle es sich um 300 bis 400 Mitarbeiter. In NRW gebe es etwa 1600 Beschäftigte in der Branche.

Dazu gehören nicht nur Fahrer von Geldtransportern, sondern auch Vorbereiter und Geldzähler. „Es könnte sein, dass der Warnstreik in den kommenden Tagen weitergeht.

(felt/lukra/mba/rtr/dpa)
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