Gäste aus Radebeul zu Besuch in St. Ingbert

Bürgerfahrt : Städtepartnerschaft will gelebt werden

St. Ingberter und Radebeuler festigen die Partnerschaft ihrer Städte und bevorzugen bei Besuchen private Unterkünfte.

In diesem Jahr feiert die Stadt St. Ingbert das 30-jährige Städtepartnerschafts-Jubiläum mit Radebeul. In diesem Rahmen fand eine Bürgerfahrt von Radebeul nach St. Ingbert statt. Die von Karin Jugelt, Verantwortliche für die Städtepartnerschaft mit St. Ingbert, geleitete Gruppe umfasste 23 Teilnehmer, von denen viele großes Interesse bekundet hatten, während ihres Aufenthalts an der Saar privat untergebracht zu werden, um so direkt Kontakte mit St. Ingberter Bürgern knüpfen zu können. Elf Personen konnten schließlich in Gastfamilien aufgenommen werden.

Nach der Ankunft und der Aufteilung in die Unterkünfte trafen sich alle am Abend zu einem gemeinsamen Grillfest bei der Freiwilligen Feuerwehr St. Ingbert-Mitte. Nach der offiziellen Begrüßung durch Oberbürgermeister Hans Wagner und dem Partnerschaftsausschuss-Vorsitzenden Albrecht Hauck wurden die ersten Kontakte bei Schwenkbraten und Kartoffelsalat geknüpft. Die Gäste aus Sachsen zeigten sich sehr angetan von der Gastfreundschaft, der sie begegneten, und der Lockerheit und Ungezwungenheit der Saarländer. „Es war so, als ob man sich schon lange kennen würde“, brachte eine Teilnehmerin diese spontanen Eindrücke auf den Punkt.

Unter der Reiseleitung von Sonja Colling-Bost und Jürgen Bost ging es gleich am ersten Aufenthaltstag nach Metz an die Mosel. Bei schönstem Spätsommerwetter entdeckten die Gäste die urbane und architektonische Vielfalt der lothringischen Metropole. Mit Centre Pompidou, Bahnhofsviertel, Barockensembles, Moselpromenade, Markthalle, Kathedrale und Museum La Cour d´Or reihte sich eine Sehenswürdigkeit an die andere. So wurde die immer wieder betonte Frankreichnähe des Saarlandes augenfällig. „Hier muss man unbedingt noch einmal hin“, lautete der einhellige Tenor der Reisenden.

Die für den Sonntagmorgen angesetzte Stadtführung durch St. Ingbert, bei der das Bestreben um Nachhaltigkeit und der besondere Stellenwert der Einbindung einer Industriestadt wie St. Ingbert in die Biosphärenregion besonders herausgestellt wurden, endete in der Gustav-Clauss-Anlage. Dort verweilten die Gäste aus Radebeul während vieler Stunden beim Biosphärenfest und zeigten sich begeistert von der Vielfalt gerade auch der informativen Angebote und den vielen guten Gesprächen. Am Montagmorgen schlug die Stunde des Abschieds.

Doch ein Wiedersehen wird nicht so lange auf sich warten lassen: Im September folgt eine Fahrt der offiziellen Delegation der Mittelstadt St. Ingbert unter der Leitung von OB Hans Wagner zum Festakt nach Radebeul. Und bereits für das nächste Jahr ist wieder eine Bürgerfahrt nach Radebeul geplant. Auch hier ist das Ziel, die St. Ingberter privat in der Partnerstadt unterzubringen.

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