Gabriel wegen Biosprit-Pläne verstärkt unter Druck

Gabriel wegen Biosprit-Pläne verstärkt unter Druck

Berlin. Der Druck auf Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) wächst, aus Rücksicht auf Millionen Autofahrer seine Biosprit-Pläne zu stoppen. Die für nächstes Jahr vorgesehene Verdoppelung des Biosprit-Anteils von fünf auf zehn Prozent im Benzin würde viele Besitzer älterer Autos zum Tanken des teuren Super Plus zwingen

Berlin. Der Druck auf Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) wächst, aus Rücksicht auf Millionen Autofahrer seine Biosprit-Pläne zu stoppen. Die für nächstes Jahr vorgesehene Verdoppelung des Biosprit-Anteils von fünf auf zehn Prozent im Benzin würde viele Besitzer älterer Autos zum Tanken des teuren Super Plus zwingen. "Die Beimischungsquoten für Agrarkraftstoffe gehören auf den Prüfstand", forderte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD). "Wir rechnen mit einer siebenstelligen Zahl an Autos, die den Sprit nicht vertragen", sagte ein Sprecher des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK). Meist seien dies ausländische Fabrikate. Bei über einer Million Autos will Gabriel die Erhöhung stoppen. 189000 deutsche Pkw vertragen den Sprit nicht - und nicht, wie zunächst vom Verband der Automobilindustrie (VDA) gemeldet, 375000 Pkw. "Über 98 Prozent der rund 21 Millionen Fahrzeuge deutscher Hersteller können mit dem neuen Kraftstoff betankt werden", korrigierte sich der Präsident des VDA, Matthias Wissmann, gestern. dpa