Französische Handelskammer feiert erfolgreiche 30 Jahre an der Saar

Saarbrücken. Die Französische Industrie- und Handelskammer in Saarbrücken, die Chambre de Commerce et d'Industrie Française en Allemagne (CCFA), hat mit der Werbe- und Marketingagentur bb&b aus Paris ihren 1000. Firmenkunden vorgestellt. Damit krönt der aus Lothringen stammende Gilles Untereiner (57, Foto: Ruppenthal) 30 Jahre Aufbauarbeit und Tätigkeit als Geschäftsführer

Saarbrücken. Die Französische Industrie- und Handelskammer in Saarbrücken, die Chambre de Commerce et d'Industrie Française en Allemagne (CCFA), hat mit der Werbe- und Marketingagentur bb&b aus Paris ihren 1000. Firmenkunden vorgestellt. Damit krönt der aus Lothringen stammende Gilles Untereiner (57, Foto: Ruppenthal) 30 Jahre Aufbauarbeit und Tätigkeit als Geschäftsführer. Der französische Botschafter, Bernard de Montferrand, unterstrich bei der Festveranstaltung in den Räumen der Kammer in Saarbrücken die Bedeutung der CCFA als größte französische Außenhandelskammer für die französischen Unternehmen und lobte die Aufbauarbeit Untereiners. Der deutsche Markt sein ein Sorgenkind der französischen Wirtschaft, weil sie hierzulande zu wenig verkaufe. Das Handelsbilanzdefizit von Frankreich nach Deutschland beträgt rund 20 Milliarden Euro.Auch der saarländische Wirtschaftsstaatssekretär Albert Hettrich lobte die Kammer als wichtigen Standortfaktor für das Saarland: "Wir sind froh, als Grenzregion und Katalysator zu Frankreich die Kammer hier in Saarbrücken zu haben", sagte er.Die CCFA hatte schon bei ihrer Gründung 1959, dem Jahr der wirtschaftlichen Rückgliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik, das Ziel, den Absatz französischer Produkte in Deutschland zu fördern. 1979 wurde der Betriebswirt Untereiner, der damals bei der regionalen Handelskammer im elsässischen Colmar arbeitete, an die Saar geschickt, um die Aktivitäten hier voranzutreiben. Er fing mit Ehefrau Anny und einer Assistentin an. Heute beschäftigt die CCFA 42 festangestellte Mitarbeiter, die alle mindestens zwei-, die meisten sogar dreisprachig sind.Die CCFA begleitet französische Firmen auf dem Weg nach Deutschland, wickelt die Geschäfte ab, vermietet auch direkt Büroräume und bietet ein umfangreiches Dienstleistungsportfolio an bis zu Seminaren über interkulturelles Management. Da die Handelskammer anders als die deutschen Kammern als Verein organisiert ist, muss sie sich durch ihre Arbeit selbst finanzieren. Im Schnitt werden die Unternehmen sechs bis acht Jahre betreut. 2008 wickelte die Kammer für ihre knapp 200 französischen Kunden rund 120 Millionen Euro Umsatz in Deutschland ab. ur

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort