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Ford erhöht Marktanteil in Europa

Großkarlbach/Saarlouis. Die Ford-Marktanteile steigen wieder. Jürgen Stackmann (Foto: Ford), Geschäftsführer Marketing und Verkauf der Ford-Werke GmbH, verweist trotz Wirtschaftskrise auf steigende Marktanteile in 17 von 19 europäischen Märkten. Allein im März sei es gelungen, diesen in Europa um 0,2 Prozentpunkte auf zehn Prozent zu steigern Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia

Großkarlbach/Saarlouis. Die Ford-Marktanteile steigen wieder. Jürgen Stackmann (Foto: Ford), Geschäftsführer Marketing und Verkauf der Ford-Werke GmbH, verweist trotz Wirtschaftskrise auf steigende Marktanteile in 17 von 19 europäischen Märkten. Allein im März sei es gelungen, diesen in Europa um 0,2 Prozentpunkte auf zehn Prozent zu steigern. "Das ist das erste zweistellige Ergebnis seit 2001", sagte Stackmann bei der Ford-Regionaltour 2009 mit der Vorstellung neuerster Trends und Fahrzeug-Modelle im pfälzischen Großkarlbach.Wegen der Abwrackprämie gehe es in Deutschland schon seit Jahresanfang bergauf. Demnach stieg hier die Zahl der Aufträge an Ford-Pkw im ersten Quartal um 80 Prozent auf über 100 000 Einheiten. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum waren es nur 56 000 Einheiten. Auch die Zahl der Ford-Pkw-Zulassungen stieg im ersten Quartal 2009 um über 50 Prozent auf 64 000 Einheiten. Der Marktanteil in Deutschland liegt jetzt bei 7,5 Prozent (plus 0,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum).Besonders gut verkaufen sich derzeit nach Angaben von Stackmann der Fiesta und der neue Ka. Der in Saarlouis produzierte Focus mit seinen zahlreichen Modellvarianten bleibe "jetzt und in absehbarer Zukunft das Herzstück von Ford in Europa. Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass der Focus schwächeln wird", so Stackmann. Für besondere Aufmerksamkeit sorge der in Saarlouis produzierte Sport-Focus RS mit 300 PS. Hiervon sollen 2009 und 2010 insgesamt rund 1030 Fahrzeuge produziert werden, 34 pro Tag. Die Nachfrage ist so groß, dass der RS fast schon ausverkauft ist. "Mit dem Standort Saarlouis sind wir sehr zufrieden. Er ist hoch produktiv, liefert hohe Qualität. Deshalb hat es die Mannschaft in Saarlouis auch verdient, innerhalb des Werkverbunds eine besondere Rolle zu behalten", betonte Stackmann.Auch in der Zusammenarbeit mit den im Ford-Supplier-Park ansässigen Zulieferern soll es keine Änderungen geben. "Uns geht es darum, im Entwicklungs- und Produktionsverbund ein stabiles Netz an Zulieferern zu erhalten." Am meisten seien derzeit kleinere Fahrzeuge gefragt, die gleichzeitig eine deutlich höhere Ausstattung enthalten sollen.Unterdessen setzt das Ford-Werk Saarlouis verstärkt auf sein "Zentrum für individuelle Ausstattung" (FCSD-Center), betonte Ford-Fertigungsleiter Thomas Klein. Ziel des Zentrums ist die qualifizierte Beschäftigung älterer Mitarbeiter ab 50. Insgesamt 93 Mitarbeiter, darunter viele Fachkräfte, werden in einer speziellen Halle im Drei-Schicht-Betrieb eingesetzt. Davon erhofft sich Ford Kostenvorteile gegenüber bestimmten Fahrzeug-Umrüstungen bei Händlern.Die Mitarbeiter im Ausstattungs-Zentrum realisieren zahlreiche Sonderpakete an Kundenwünschen: von der Anhängerkupplung über zusätzliche Spoiler, Folienbeklebungen, Sound Symposern (spezieller Motorsound) bis hin zur Umrüstung des Focus auf Flüssiggas. Ford hat hierzu in Krananlagen, Arbeitsbühnen, Lagerplätze und elektronische Steuerungssysteme investiert. Nach Angaben von Klein liefert Ford-Saarlouis schon Fahrzeuge in über 60 Märkte aus, teilweise in kleinen Stückzahlen. So sind Ford-Autos aus dem Saarland auf den Fidschi-Inseln genauso unterwegs wie in Syrien, Dubai, Australien, Neuseeland und Mexiko.