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Leserbrief Pressekonferenz Bayern München/Medienschelte
Seien Sie mal nicht so empfindlich!

 Sehr geehrter Herr Hoeneß, seien Sie bitte nicht so empfindlich! Fußball ist ein Männersport, wobei es schon mal zur Sache geht. Sie selbst sind doch auch keine Memme, sondern ein gestandenes Mannsbild.

Sie waren ein sehr guter Fußballspieler, ein hervorragender Manager und sind ein guter Präsident. Ohne Sie wäre Bayern München heute nicht das, was es ist. Wenn es mal nicht so läuft, wie gewünscht, kann man doch nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Hier wird das Grundgesetz angesprochen und auf die Menschenwürde hingewiesen. Dann gilt das auch für die Pressefreiheit. Keineswegs wurde jemand beleidigt, sondern nur die Wahrnehmung der Reporter und Berichterstatter zitiert. Dass nach Ihrer Meinung Bernat seinerzeit nur „Scheißdreck“ gespielt hat, ist schon eine gewichtigere Hausnummer. Dass die Bayern eine Minikrise durchmachen, kann passieren. Dann sollten Sie mit Ihrem Gremium intern diskutieren und handeln. Aber keineswegs Unhöflichkeit und Unverschämtheit den Kritikern vorwerfen. Mit Verlaub: Nehmen Sie diesen etwas profanen Spruch zur Kenntnis: Wer einen Furz lässt, muss auch mal einen ertragen.


Heinz Greiner, Saarbrücken