| 20:02 Uhr

Leserbrief FC Bayern München / Medienschelte
Halten Sie doch den Ball flach!

 Malcolm Forbes: „Feder und Papier entzünden mehr Feuer als alle Streichhölzer der Welt.“ Und mehr Feuer als alle fürstlich bezahlten FC Bayern München-Fußballspieler in der Bundesliga, der Nationalelf und der Champions League derzeit vermissen lassen.

Da nutzt es nichts, wenn die dünnhäutigen Bayern-Bosse Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge die im Grundgesetz manifestierte Presse- und Meinungsfreiheit und jede noch so berechtigte Kritik vonseiten der Medien als „würdelos, respektlos, unfair, hämisch und polemisch“ empfinden und bezeichnen, wogegen mit juristischen Schritten mit aller Härte vorgegangen werden soll. Was unterscheidet diesbezüglich dann eigentlich die Bayern-Bosse noch vom türkischen Staatspräsidenten Erdogan in seinem Erdowahn, wenn Hoeneß und Rummenigge den FC-Bayern-feindlichen Journalismus durchaus vergleichbar kriminalisieren wollen? Nichts – außer das bisher noch ausbleibende Inhaftieren von kritischen Fußball-Journalisten speziell im bayerischen „Fan-Shop“ Landsberg am Lech, wo sich bereits Adolf Hitler und Uli Hoeneß zur Besinnung und Erholung aufhielten. Lieber Uli Hoeneß und lieber Karl-Heinz Rummenigge, was sollen unsere ebenfalls sieglose Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre gesamte GroKo-4.0-Bundesregierung eigentlich sagen, die tagtäglich von unseren Journalisten auf das Heftigste kritisiert und zum Rücktritt aufgefordert werden? Halten Sie doch den Ball flach! Kritik muss jeder wie Lob einfach aushalten, ansonsten hat man in der Führungsetage des FC Bayern nichts verloren.


Roland Klose, Bad Fredeburg (NRW)