1. Fastnacht im Saarland
  2. Fastnacht in Saarlouis

Tolle Büttenreden bei der Kappensitzung der Bollen in Hülzweiler

Kostenpflichtiger Inhalt: Faasend : Von tanzenden Wikingern und flüchtenden Briten

Bei den Hülzweiler Bollen wechselten sich tolle Tanz- und Showauftritte mit hochkarätigen Büttenreden ab.

Aus symbolischem Feuer schmiedete am Samstag der Hülzweiler Narrenverein seine charakteristische Boll auf offener Bühne. Zur Eröffnung zeigte er im gut gefüllten Haus der Kultur Szenen aus Eisenverhüttung, Berg- und Autobau.

Den Bollenorden für ehrenamtliche Tätigkeit bekamen Nikolaus und Knecht Ruprecht, Alfred Gindorf und Armin Thirion. Sie erfreuten seit 1968 um die 14 000 Kinder. Gleich darauf holte die Juniorengarde das Publikum mit flottem Marschtanz zurück in die Narrenlaune. Über den Abend verteilt brachte die Tanzgarde einen schwungvollen Marschtanz auf die Bühne, setzte die Juniorengarde Powerfrauen in Szene, das Männerballett entführte in die Welt der Travestie – und die „Boll Men Group“ suchte als tanzende Wikinger nach dem letzten Fass Rum. Fürs Finale stand die Tanzgarde in Schwarzlicht bereit für den mexikanisch bunten „Dia de los Muertes“.

Die ersten Kalauer lieferten „Toni un et Schnissgreet“ (Toni Caramazza und Beatrice Schneider). Sie als Blondine in silberner Leggings und rosa Badeanzug freute sich auf ein tolles Date, „am 30. Februar“. Professor Meckermann (Markus Thömmes) lästerte über Malutzi Krötenkotz (Alexandra Gleixner). Wenn sie ins Bett gehe, „denkst du auch, das Runde muss ins Eckige.“

Die Sechs vom Bollenchor packten unter anderem das Brexit-Hin-und-Her an – mit „Eine Insel im Atlantik, die will raus aus der EU“. Den Zug verpassten Sandra Schwarz (Röschen) und Kerstin Maurer (Mariechin). „Wenn du net so schnell gelaaf wärscht, brauchte ma jetzt net so lang zu waaten“, klagte Röschen. Zu später Stunde legten die zwei „Dollbohrer“ los (Michael Schwed und Uwe Hahner). Den Schlusspunkt in der Bütt setzten „Der Letscht un sein Kamerad“ (Günther Woll und Uwe König). König schenkt sich selbst seiner Frau zum Valentinstag. „Dat kann aich net machen“, meinte Woll, „die tauscht alles omm.“ Auch den letzten Spruch des Abends hatten sie parat: „Hat die Blume einen Knick, war das Bienchen wohl zu dick.“