Katastrophenschutzübung am 31. August im Kreis Saarlouis

Katastrophenschutzübung : Nicht erschrecken!

Alles nur Training: Katastrophenschutzübung am 31. August im Kreis Saarlouis. 600 Akteure, Lautsprecherdurchsagen, Straßensperren, Martinshorn.

Der Landkreis Saarlouis und seine Hilfsorganisationen führen am Samstag, 31. August, im Gebiet Saarlouis-Wallerfangen-Dillingen eine groß angelegte Katastrophenschutzübung durch. Übungsszenario ist der Fund einer Weltkriegsbombe im Bereich der L170 in Wallerfangen (Höhe Tankstelle) mit anschließender Evakuierung der Bevölkerung und Entschärfung der Bombe.

Natürlich wird niemand wirklich evakuiert, jeder kann seiner Tätigkeit weiter nachgehen. Niemand aber sollte erschrecken, wenn es in diesem Gebiet zu Lautsprecherdurchsagen und Straßensperrungen kommt. In einzelnen Straßenzügen werden zur Übung so genannte Klingeltrupps losgeschickt, die im Ernstfall an den Haustüren klingeln und Bewohner auf die anstehende Evakuierung hinweisen.

Gleichzeitig wird die Pressestelle des Landkreises die Koordinierung der Presse- und Bevölkerungsinformation im Katastrophenfall durchspielen. Meldungen auf der Homepage, in Apps und Facebook werden dazu mit dem Hinweis „Übung“ versehen. Noch was könnte erschrecken: Am Übungstag, Samstag, 31. August, wird jede Menge Blaulicht und Martinshorn Menschen im ganzen Kreis erschrecken. Da wird aber nur die Anfahrt geübt.

Das DRK-Krankenhaus Saarlouis, das St. Nikolaus Hospital in Wallerfangen und das Jugenddorf Blauloch werden an der Übung teilnehmen. Außerdem von der Übungssituation betroffen sind die Hans-Welsch-Halle in Lisdorf, der Lokschuppen in Dillingen sowie das Haus Scheidberg in Wallerfangen. Hier wird die Aufnahme und Versorgung von evakuierten Personen geübt. Insgesamt sind an dieser Übung rund 600 Personen beteiligt.

Die Übung wird in Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen im Landkreis durchgeführt: Freiwillige Feuerwehren, Deutsches Rotes Kreuz, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, Technisches Hilfswerk, Malteser Hilfsdienst sowie der BRH-Hundestaffel, der Bundeswehr, der Psychosozialen Notfallseelsorge, der Polizeiinspektion Saarlouis sowie den Ortspolizeibehörden aus Wallerfangen, Saarlouis und Dillingen.

Landrat Patrik Lauer ist Leiter des Katastrophenschutzstabes und erklärt: „Der Landkreis Saarlouis ist Untere Katastrophenschutzbehörde und damit für den Schutz der Bevölkerung im Falle großflächiger Schadensereignisse verantwortlich. Wir wollen uns auf den Ernstfall so gut es geht vorbereiten.“

Hinweise zur Katastrophenschutzübung: www.kreis-saarlouis.de; www.facebook.de/landkreis.saarlouis; Bürgertelefon für Fragen: (0 68 31) 4 44 66 55.

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