Nicolas I. und Carina I. bilden das Prinzenpaar des Jahres im Saarland

Kostenpflichtiger Inhalt: Das VSK-Prinzenpaar des Jahres : Nicolas I. und Carina I. regieren die Saar-Narren (mit Bildergalerie)

Nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen stand fest: Das Prinzenpaar des Jahres kommt vom Neunkircher Karnevals Ausschuss. Sie setzten sich gegen 34 andere Prinzenpaare durch. Das Prinzessinnenpaar aus Kleinblittersdorf kam zum Frühstück, nahm aber nicht an der Wahl teil.

Das frisch gekrönte Prinzenpaar des Jahres für die Fastnachtsaison im Saarland heißt Nicolas I. und Carina I. und kommt vom Neunkircher Karnevals Ausschuss. Der 38-jährige Nicolas Schneider, Eventmanager in der Musical- und Filmstadt Neunkirchen, sowie seine sieben Jahre jüngere Ehefrau Carina, beschäftigt beim Landratsamt Ottweiler, sind auch im richtigen Leben bereits ein glückliches Paar. Beim traditionellen Prinzenfrühstück des Verbandes Saarländischer Karnevalsvereine (VSK) setzten sich die beiden am Sonntag in einem bis zur letzten Minute spannenden viereinhalbstündigen Wettbewerb in der mit bunten Luftballons geschmückten Riegelsberghalle als Sieger gegen 34 andere Paare durch. Sie repräsentieren nun ein Jahr lang mit Zepter und Krönchen die saarländische Fastnacht, deren 180 Vereine mit 38 000 Mitgliedern keinerlei Nachwuchssorgen kennen und laut VSK-Präsident Hans Werner Strauß immer noch wachsen.

„Lieblichkeit“ Carina I. hatte zuerst Freudentränen in den Augen, als sie mit ihrem Partner als Siegerin verkündet wurde, und dann von VSK-Präsident Strauß sowie dem Schirmherrn des Prinzenfrühstücks, Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD), die Gewinnertrophäe samt Urkunde und Sachgeschenken mit Küsschen in Empfang nehmen konnte. Gestartet als Nummer 1 unter 35 teilnehmenden Prinzenpaaren hatten die beiden vom Neunkircher Karnevals Ausschuss gleich zu Anfang schon mit einem im Dieter-Thomas-Heck-Schnellsprechtempo vorgetragenen 60-Sekunden-Reim zum Jubiläumsmotto des VSK („6&11 Jahre ...närrisch kloor !“) begeistert.

Da alle teilnehmenden Paare aber auch noch elf Fragen zu den Bereichen Fastnacht, Kultur und Allgemeinwissen beantworten und sich nach Präsentation in Chic und Charme sowohl einer Expertenjury wie dem Stimmvotum aller anwesenden Fastnachtsvereine stellen mussten, gab es bis zum Schluss ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Dabei lagen auf den Plätzen zwei bis vier die Paare Jonas I./Anna-Lena I. (KV „Mir kinne aach Kutzhof“), Peter III./Patricia I. (CVL Lebach) und Thorsten III./Lisa I. (Gold-Blaue-Funken Saarwellingen) nur ganz knapp nach Punkten zurück. In der siebenköpfigen Fachjury saßen neben Schirmherr Gillo und mehreren aktiven Fastnachtern der CDU-Bundestagabgeordnete Markus Uhl und Friseur-Weltmeister Philippe Rinkenbach. Unter den 900 vor Stimmung überschäumenden Narren in der zeitweise einem bunten Tollhaus gleichenden Riegelsberghalle waren als Paar auch die beiden lesbischen Prinzessinnen Heike II. und Ute I. aus Kleinblittersdorf, die sich aber selbst nicht zur Wahl stellten. Fast tausend Besucher und 35 wetteifernde Prinzenpaare: „Noch nie hatten wir so viel Resonanz und Gäste“, freute sich der VSK-Präsident. Und er hofft, dass die gute Stimmung selbst nach dem Aschermittwoch noch anhält.

Was auf so ein Prinzenpaar des Jahres im Saarland zukommt, durften Sarah Port und Tobias Speicher als Paar des Jahres 2019 preisgeben: Teilnahme an mehr als 100 närrischen Veranstaltungen mit den Höhepunkten Prinzenfrühstück und Empfang bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), eigene Kosten für Kleidung, Fahrten, Getränke und Rosenmontagszug-Präsente im fünfstelligen Euro-Bereich, Mega-Freude mit Alleh hopp und „manchmal auch ein ganz klein bisschen Stress“.

Närrisches Treiben beim Prinzenfrühstück in der Riegelsberghalle. Im Saarland gibt es 180 Fastnachtsvereine mit 38 000 Mitgliedern. Foto: BeckerBredel

Ach ja – und tanzten und schunkelten die Narren in der vergangenen Session besonders gern auf den Fastnachts-Hit „Cordula Grün“, so hat sich diesmal noch nicht wieder ein ganz so erfolgreicher musikalischer Ohrwurm herauskristallisiert. Also hieß es: „Nur Alleh hopp geht immer“.