Mit dem Fastnachtsumzug in Steinbach wird alter Brauch wieder belebt

Kostenpflichtiger Inhalt: Am 22. Februar : Die Narren ziehen wieder durch Steinbach

Nach Jahrzehnten lebt ein alter Brauch wieder auf. Ihre Tollität und Ortsvorsteher Prinz Fabian I. vom So war noch nix freut’s.

Wenn der Ortsvorsteher zum närrischen Prinzen mutiert, dann macht das viele Dinge einfacher. So geschehen im Ottweiler Ortsteil Steinbach. Denn in Steinbach wird es am Samstag, 22. Februar, wieder einen Fastnachtsumzug geben. Damit lebt ein alter Brauch wieder auf. „Das gab es schon einmal vor 25 oder 30 Jahren“, erinnert sich Dirk Habermann, „aber damals war das eher zwanglos und improvisiert.“ Der stellvertretende Vorsitzende des TuS Steinbach stellt den Zug zusammen mit seiner Vorstandskollegin Miriam Traupe-Decker buchstäblich auf die Beine. Und er nennt auch die Absicht. „Wir haben uns überlegt, wie wir die Leute zur Kinderfastnacht am Nachmittag in die Mehrzweckhalle bringen“, erklärt Habermann, „und da haben wir uns gedacht, wir holen sie am besten zuhause ab.“

Der närrische Umzug wird um 13.11 Uhr an der ehemaligen Steinbacher Schule in der Parallelstraße starten. Von hier aus geht es durch die Kuseler Straße in die Ottweilerstraße, die Blattstraße und die Brunnenwies bis zur Mehrzweckhalle. Mit einem gemütlichen Mittagsschläfchen wird es für so manchen Steinbacher am Samstag wohl nichts werden. Dafür sorgt der Fanfarenzug 1961 Ottweiler, der auf der Strecke lautstark den Ton angeben wird. Im Tross dabei ist auch eine Abordnung des Ottweiler Karnevalsvereins So war noch nix mit den Tollitäten Prinzessin Anna-Lena I und Prinz Fabian I, der ansonsten in Steinbach als Ortsvorsteher unterwegs ist. Auch die Steinbacher Feuerwehr und der Jugendclub 69 gehen mit, die Krummfelder und die Pirates of the Oster sind dabei, und alle Abteilungen des TuS Steinbach beteiligen sich am Fastnachtsumzug. Auch Mitglieder vom Förderverein der evangelischen Kindertagesstätte in Steinbach werden sich in den Zug einreihen.

Die Initiatoren hoffen natürlich, dass sich auch viele Steinbacher Bürger dem Umzug anschließen. „Und wenn die Leute dann erst mal an der Halle sind, wäre es schön, wenn sie noch ein bisschen da bleiben und nicht direkt wieder nach Hause gehen“, bringt Dirk Habermann die Wunschvorstellungen der Organisatoren auf den Punkt.