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In Macherbach kam die erste Rosenmontagswanderung sehr gut an.

Macherbachs Ortsvorsteher hatte die Idee : Ein Umzug der besonderen Art

In Macherbach kam die erste Rosenmontagswanderung sehr gut an.

Da dürfte so mancher Macherbacher Bürger am Rosenmontag große Augen gemacht haben. Gegen Mittag spazierte eine lustige Fußtruppe, rund 30 Personen, mitten durch den Ort. Laute Alleh-Hopp Rufe und Kamelle gab es zwar nicht, doch mit Clownsnase, Wikingerhelm und Gardeuniform perfekt zur fünften Jahreszeit gekleidet, hatte die Wandergruppe um Ortsvorsteher Jürgen Nürnberger sichtlich ihren Spaß. Als Initiator der Rosenmontagswanderung, bescheinigten ihm die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, hatte er eine „wirklich klasse Idee mit Potenzial“ gehabt. Zum einen freuten sich die Faseboze, zum anderen aber auch die, die es vielleicht nicht (mehr) so doll an den närrischen Tagen treiben wollen. „Ich wollte eine Alternative zu den Fastnachtsumzügen schaffen, fernab von lautet Bumbum Musik, aber doch mit Spaß und Musik. Montags gibt es in Eppelborn keine große Veranstaltung mehr“, erklärte Nürnberger. Start der Wanderung war am Gasthaus Pflug, bereits nach ein paar Hundert Metern wartete die erste Stärkung auf die Wanderbozen. Mit Kaffee, Lyoner im Weck und Flaschenbier gab es ein echtes Macherbacher Bergmannsfrühstück. „Sicher schmeckt das Bier am Morgen. Am Rosenmontag kann man das ruhig mal machen“, erklärte Lothar Forster aus Heusweiler. Er hat 20 Jahre in Eppelborn gewohnt, im Pflug ist er immer noch Stammkunde. „Als ich von der Wanderung an Rosenmontag gehört habe, habe ich mich direkt angemeldet. Zum Glück habe ich heute Urlaub“, erklärte er völlig unverkleidet. Aus Bubach war Ulla Schwinn ins benachbarte Macherbach gekommen, sie hatte sich in einen Clown verwandelt. „Es gibt heute ja leider keinen Umzug an Rosenmontag mehr in der Großgemeinde, da war die Wanderung eine super Idee“, sagte sie. Das Wetter, erklärte sie, könnte zwar etwas besser sein, doch ihre Teilnahme stand außer Frage. „Morgen gehen wir noch nach Lebach und am Mittwoch natürlich zum Heringsessen“, verriet sie die weitere Fastnachtsplanung. „Wie heißt es im Saarland, Großes entsteht im Kleinen. Ich finde die Wanderung ist eine schöne Sache gerade für die ältere Bevölkerung. Die haben die Zeit dazu und auch das Rentnersein muss auch trainiert werden“, erklärte Jürgen Klesen aus Bubach.

„Für die erste Wanderung bin ich mit 30 Teilnehmern mehr als zufrieden“, sagte Ideengeber Jürgen Nürnberger. Dann schnappte er seine Trillerpfeife, zog die rote Nase auf und gab das Kommando zum Abmarsch. Rund fünf Kilometer lang war die Strecke. Wichtig, auch da waren sich alle Wanderer einig, ist die Verpflegung auf der Strecke. So gab es mitten auf dem Weg eine Schnapsprobe gegen Kälte und Nässe. Am Ende schließlich wartete deftige Erbsensuppe und Live- Musik auf die lustige Truppe.