Gute alte Fastnachtszeit: : Ein echter Faasebootz will nix verpassen

Gute alte Fastnachtszeit: : Ein echter Faasebootz will nix verpassen

5 x 11 närrische Jahre feierte der KUV Wiebelskirchen. Eine Nostalgiesitzung war der Auftakt in die Jubiläumsssession.

5 x 11 sind’s ganz genau – Faasenacht beim KUV(au). Mit einer fulminanten Nostalgiesitzung starteten die Blau-Gelben des KUV Wiebelskirchen am Samstagabend im Wiebelskircher Kulturhaus ihre Jubiläumssession. „Chapeau, diese Veranstaltung war mit Abstand eine absolute Spitzenleistung“, äußerte sich beim großen Finale kurz nach Mitternacht voller Begeisterung KUV-Hofrat Volker Fistler.

„Das war richtige hausgemachte Faasenacht und die nostalgischen Programmpunkte absolute Spitzenklasse“, zeigte sich auch Neunkirchens Bürgermeister Jörg Aumann begeistert.

Zur Jubiläumssitzung brillierten Landrat Sören Meng, erstmals gemeinsam mit seinem Friedche (Saskia Schweitzer) in seiner ehemaligen Paraderolle als Keller Karl, Inge und Andreas Wotocek mit ihrer legendären Romeo-und-Julia-Parodie, mit dem das Ehepaar vor 20 Jahren in den KUV-Sitzungen begeisterte und Monika Meng, die als Wahrsagerin der Politik einst und heute den Spiegel vorhielt.

Im Mittelpunkt der kurzweiligen Jubiläumssitzung stand die Ehrung von KUV-Urgestein Otto-Friedrich Naumann. Der Wiebelskircher Karnevalsverein rekrutierte sich in den 50er Jahren durch Karnevalsveranstaltungen des Hobby-Fußballclubs FC Hydrant. Daraus entstand 1964 die Narrengilde Blau-Gelb, praktisch gesehen die Beta-Version des heutigen KUV Blau-Gelb Wiebelskirchen. Einer der Gründungsväter ist Otto Friedrich Naumann, der noch heute seinem Verein die Treue hält. Dafür ernannten ihn die Wiebelskircher Karnevalisten am Samstagabend zum Ehrenmitglied.

„Otto Friedrich Naumann war über 30 Jahre im Vorstand des KUV tätig. Er war Büttenredner, Sänger der KUV-Spatzen, aber vor allen Dingen der Techniker des Vereins“, erläuterte KUV-Präsident Andreas Detemple in seiner Laudatio. „Der KUV hat Otto-Friedrich Naumann viel zu verdanken. Er übernahm als Gratulationsbeauftragter des Vereins Verantwortung. Seine Frau Ellen nähte die ersten Gardekostüme des Vereins und seine närrischen Gene hat er unisono an seine Tochter Andrea und Schwiegersohn Horst Müller und seine Enkel Carolin und Julian übertragen, die allesamt heute noch im KUV aktiv sind.“

Klar, dass der Verein im Rahmen der Ehrung auch an die legendären KUV-Spatzen erinnerte. Günter Müller präsentierte sich mit Sohn und Enkel mit der alten Walter-Bellon-Komposition „So e Faasebootz“ und gemeinsam mit Rudi Becker mit einem karnevalistischen Jubiläumslied: „Es war vor 55 Johr – doh is unser KUV gebor’“.

Michele und Julia Gebhard erinnerten mit Tobias Wolfanger in humoresken Reimen an die vergangenen 55 Jahre und Klaus Lambert, ein lieber Freund der Blau-Gelben, ließ es sich nicht nehmen, musikalisch zum Jubiläum zu gratulieren. Als besondere Überraschung moderierte mit Sitzungspräsident Kurt Rein der ehemalige Sitzungspräsident Otto-Werner Wachter mit viel Witz und sehr charmant die Jubiläumssitzung.

Klar, dass diese Veranstaltung wie zu Wachters besten Zeiten mit einer eineinhalbstündigen Verspätung endete. Männerballett Alt und Jung, drei Generationen Panikorchester mit der legendären Kelly Family, die Asbachfunken – die frühere gemischte Garde des KUV, die 11 Mal in Folge den Saarlandmeister-Titel ertanzte, die Sketchgruppe um Mocco Hottenbacher, Günter Weiß, Eberhard Gebhard, Klaus Neidhardt und Andreas Detemple mit den „Glocken von Rom“ und zum gemeinsamen Finale die Keller Singers waren weitere Höhepunkte einer großartigen Nostalgiesitzung des KUV.

Den Sprung in die Neuzeit präsentierte der KUV mit den Schaudarbietungen der Garden und mit dem großartigen Tanz von Aktivenmariechen Louisa Klär zu Ehren des Neunkircher Prinzenpaares, Prinz Frank I. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Alexandra II.