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"Farben der Vorkarpaten" im Fellenberg-Museum

Merzig. Womit sich junge polnische Malerinnen und Maler Mitte Zwanzig bis Mitte Dreißig beschäftigen, das will derzeit das Museum Schloss Fellenberg zeigen. Die Auswahl der Ausstellung "Farben der Vorkarpaten" konzentriert sich dabei auf zwölf Künstler aus dem Südosten Polens an der Grenze zu Slowakien und der Ukraine

Merzig. Womit sich junge polnische Malerinnen und Maler Mitte Zwanzig bis Mitte Dreißig beschäftigen, das will derzeit das Museum Schloss Fellenberg zeigen. Die Auswahl der Ausstellung "Farben der Vorkarpaten" konzentriert sich dabei auf zwölf Künstler aus dem Südosten Polens an der Grenze zu Slowakien und der Ukraine.In dieser Region mit rund zwei Millionen Einwohnern und einer noch jungen Fakultät der bildenden Künste in der 164 000 Einwohner zählenden Stadt Rzeszow ist eine junge Künstlergeneration herangewachsen. Sie weiß, dank Datenautobahn und Billigflieger, was in der internationalen Kunstszene angesagt ist. Doch die jungen Malerinnen und Maler aus den Vorkarpaten folgen nicht Trends, was ein Leichtes wäre, sondern erweisen sich auf eine eigensinnige Weise konservativ: Sie bevorzugen die akademische, handwerklich solide, meist figurative oder stark auf das Material bezogene Malerei, frei von jeglicher Berührungsangst mit dem Dekorativen. Akte, Abstraktion und Assemblagen dienen der Standortbestimmung einer jungen Generation, die ihre Basis in der europäische Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts hat und dem Titel der Ausstellung entsprechend durchaus vielfarbig und vielgestaltig arbeitet. Das zeigt die Ausstellung, die bereits in Berlin, und Nürnberg auf dem Weg nach Lancut/Polen zu Gast war. Dass in Merzig die interessantesten Positionen, die in ihrer Arbeit die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Malerei suchen und in ihren Motiven Themen der Gegenwart (Stadt, Krieg) ansprechen, ausgerechnet in den niedrigen Gewölbekeller verbannt wurden, lässt sich jedoch nicht nachvollziehen. sg



Ausstellung bis zum 15. Mai. Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag, Feiertag von 14 bis 18 Uhr. Informationen: www.museum-schloss-fellenberg.de