Familienkonzert mit Kriegsbeil

Familienkonzert mit Kriegsbeil

Saarbrücken. Am Sonntag grub die Deutsche Radio Philharmonie unter Dirigent Adriel Kim das Kriegsbeil aus: "Indianer" lautete das Motto des Familienkonzerts, zu dem recht wenige Zuhörer den Weg in den Sendesaal gefunden hatten. Und kostümiert, wie vom SR erhofft, waren die kleinen Konzertgänger auch nicht

Saarbrücken. Am Sonntag grub die Deutsche Radio Philharmonie unter Dirigent Adriel Kim das Kriegsbeil aus: "Indianer" lautete das Motto des Familienkonzerts, zu dem recht wenige Zuhörer den Weg in den Sendesaal gefunden hatten. Und kostümiert, wie vom SR erhofft, waren die kleinen Konzertgänger auch nicht.Durch die Matinée führte Klaus Brettschneider, der als erster Schlagzeuger und Musikvermittler des Luxemburger Philharmonieorchesters das Programm konzipiert hatte. Nach einer indianischen Begrüßungsweise erklang Martin Böttchers "Winnetou-Ouvertüre" - diese romantisierende Melodie erkannte jedes Kind. Es folgten moderierte Ausschnitte aus Antonín Dvoráks 9. Sinfonie. Sein musikalischer Bericht "Aus der neuen Welt" beruht, ebenso wie die Romane Karl Mays, eher auf Fantasie und Legenden denn auf Tatsachen. Mehr Authentizität atmete das klangmalerische Orchesterwerk "Karankawa": Dessen Komponist Kerry Turner ist indianischer Abstammung und schildert in seinem Tongedicht den realen Kampf seiner Vorfahren gegen französische Siedler. Turner war anwesend, um seine instrumentalen und nicht-instrumentalen Mittel zur Erzeugung besonderer Klangeffekte zu erläutern. Illustriert wurde die Schlacht mit bewegten Bildern, die Fünftklässler der Robert Bosch Schule Homburg gemalt hatten. kek