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Es geht auch ohne Verband

Meinung:Es geht auch ohne Verband


Von SZ-RedakteurVolker Meyer zu Tittingdorf

Der Druck auf die Sparkassen wächst, je länger die Niedrigzinsphase anhält. Es gibt durchaus Herausforderungen für den Sparkassenpräsidenten. Um die könnte sich aber auch ein Geschäftsführer kümmern. Und dann wäre die verbleibende repräsentative Präsidenten-Rolle ein klassischer Fall für ehrenamtliches Engagement.

Es stellen sich aber im Grunde ganz andere Fragen zur Zukunft der Saar-Sparkassen. Warum braucht das Land mit seinen sieben Sparkassen überhaupt einen eigenen Verband? Warum wird nicht eine Fusion der Sparkassen mit der Saar-LB zu einer Landessparkasse vorangetrieben? Solch eine Sparkasse hätte das Zeug zu einer schlagkräftigen Regionalbank und wäre gewiss stärker als die Summe der kleinen Institute heute.

Doch es muss wohl erst die nächste große Krise kommen, bis eine Landesparkasse eine Chance hat. Zu viele Vorstands- und Verbandsposten fielen weg, und die Landräte würden an Einfluss einbüßen, wenn sie nicht mehr "ihre" Sparkasse hätten.