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Saarbrücken
Erasmus+ bringt Europa-Lehrstuhl an Saar-Uni

Saarbrücken. (red) Der Saarbrücker Jura-Professor Thomas Giegerich vom Europa-Institut der Saar-Universität erhält im Rahmen des Erasmus+-Programms einen zweiten Jean-Monnet-Lehrstuhl zuerkannt. Das teilte die Saar-Uni mit. Der Lehrstuhl ist mit 50 000 Euro für drei Jahre dotiert und soll sich der Erforschung von Fragen rund um die Themen europäische Integration, Antidiskriminierung, Menschenrechte und Vielfalt widmen.

 „Wir haben ein weites Feld vor uns mit einer Vielzahl aktuell dringlicher Fragestellungen“, erklärt der Europa- und Völkerrechtsexperte. Diese Fragen wird Giegerich mit Blick auf das nationale, internationale und supranationale Recht erforschen. Der Schutz besonders gefährdeter Gruppen steht im Mittelpunkt der Arbeit des neuen Lehrstuhls: von Migranten, Flüchtlingen, religiösen Minderheiten oder von Menschen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität diskriminiert werden.


Mit der neuen Ausrichtung will Professor Giegerich seinen seit 2013 bestehenden Jean-Monnet-Lehrstuhl fortführen. Das Jean-Monnet-Programm der EU-Kommission ist nach dem geistigen Vater der europäischen Einigung und ersten Ehrenbürger Europas benannt. Es wurde 1989 gegründet und unterstützt heute weltweit qualitativ hervorragende und innovative Hochschulprojekte, die das Wissen und das Verständnis um die Europäische Union fördern. Unabhängige wissenschaftliche Experten bewerten die Anträge anhand des akademischen Profils des Antragstellers, der Qualität der Methodik und des Arbeitsprogramms, der Auswirkungen und Relevanz der Ergebnisse sowie nach dem innovativen Charakter der Projekte, so die Universität des Saarlandes.
http://jean-monnet-saar.eu