Energieverband: Bürger nicht zu Erneuerbaren Energien zwingen

Energieverband: Bürger nicht zu Erneuerbaren Energien zwingen

Saarbrücken. Der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH) hat vom Gesetzgeber bessere Rahmenbedingungen für den Austausch und die Modernisierung von Heizungsanlagen für Privatkunden gefordert

Saarbrücken. Der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH) hat vom Gesetzgeber bessere Rahmenbedingungen für den Austausch und die Modernisierung von Heizungsanlagen für Privatkunden gefordert. In Anbetracht eines im Saarland geplanten "Erneuerbare-Energien-Wärmesetzes" verwies VEH-Geschäftsführer Jürgen Funke auf ein ähnliches Gesetz in Baden-Württemberg, dem sich die Bürger verweigerten. "Dort werden die Verbraucher gezwungen, bei einer Modernisierung zehn Prozent ihres Wärmebedarfs über Erneuerbare Energien zu gewinnen", sagte Funke. "Den Verbrauchern sollte die Wahlfreiheit gelassen werden."Zudem solle die Landesregierung finanzielle Anreize in Form von Steuerersparnissen bieten und diese an den Prozentsatz der Erneuerbaren Energien koppeln. "Die Verbraucher sind ob des ständigen Schlingerkurses bei der Förderung verunsichert und warten ab. Damit ist niemandem geholfen", sagte Funke. Wenn die Politik eine Verbrauchs- und CO2-Verminderung fordere, müsse sie den Verbrauchern entgegenkommen und dürfe keine Zwangsmaßnahmen anwenden.

Für das Jahr 2011 erwartet der Verband stabile Heizölpreise und rät den Verbrauchern dazu, den Markt genau zu beobachten. spr

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