Emissionshandel: Gewerkschaftschef hat Angst um Standort

Emissionshandel: Gewerkschaftschef hat Angst um Standort

Hannover. Der Beschluss des Umweltausschusses des EU-Parlaments zum Emissionshandel ist bei der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) auf scharfe Kritik gestoßen. Der IG-BCE-Vorsitzende Hubertus Schmoldt hat die Bundesregierung aufgefordert, "diese Pläne zur Arbeitsplatzvernichtung und Investitionsblockade" im Europäischen Rat zu verhindern

Hannover. Der Beschluss des Umweltausschusses des EU-Parlaments zum Emissionshandel ist bei der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) auf scharfe Kritik gestoßen. Der IG-BCE-Vorsitzende Hubertus Schmoldt hat die Bundesregierung aufgefordert, "diese Pläne zur Arbeitsplatzvernichtung und Investitionsblockade" im Europäischen Rat zu verhindern. "Das ist ein Angriff auf den Kernbereich der industriellen Zukunft Deutschlands und Europas", betonte er. Die Wettbewerbsfähigkeit werde gefährdet, Standorte seien bedroht und bisher geplante Investitionen würden nicht mehr vorgenommen. "Die energieintensiven Industrien sind doppelt belastet: Sie müssen selbst Emissionszertifikate ersteigern und leiden zugleich unter den vom Emissionshandel verursachten höheren Strompreisen.""Es geht uns nicht um den Schutz der Gewinne der Energiewirtschaft oder deren Entlassung aus den gemeinsam erforderlichen Anstrengungen für den Klimaschutz," betonte Schmoldt, "aber wir erwarten erhebliche negative Auswirkungen auf Industrie und Haushalte durch die Strompreiserhöhungen, die zwangsläufig die Folge weiterer Stromknappheit mangels neuer Kraftwerke sein werden". Schmoldt bekräftigte die Forderungen der IGBCE. "Bei Anlagen der energieintensiven Industrie und auf dem neusten Stand der Technik gebauten Kraftwerken treten wir für eine kostenlose Zuteilung der Emissionszertifikate ein. Denn Investitionen in effiziente Neuanlagen setzen langfristige Planungssicherheit voraus, keine CO2-Zertifikate ersteigern zu müssen". red