Einigung in Saar-Stahlindustrie: 5,2 Prozent mehr Lohn und Gehalt

Einigung in Saar-Stahlindustrie: 5,2 Prozent mehr Lohn und Gehalt

Saarbrücken. In der saarländischen Stahlindustrie haben sich die Tarifparteien gestern in der zweiten Verhandlungsrunde geeinigt. Das teilten der Verband der Saarhütten und die Gewerkschaft IG Metall mit

Saarbrücken. In der saarländischen Stahlindustrie haben sich die Tarifparteien gestern in der zweiten Verhandlungsrunde geeinigt. Das teilten der Verband der Saarhütten und die Gewerkschaft IG Metall mit. Die rund 14000 Mitarbeiter, die bei den saarländischen Stahlunternehmen sowie bei Buderus Edelstahl in Wetzlar und bei den Badischen Stahlwerken in Kehl beschäftigt sind (beide Unternehmen sind Mitglied im Saarhütten-Verband), erhalten für die Monate Mai und Juni eine Pauschalzahlung von jeweils 300 Euro. Ab 1. Juli werden die Löhne und Gehälter um 5,2 Prozent erhöht. Die Ausbildungsvergütung steigt bereits ab 1. Mai um 5,2 Prozent. Außerdem müssen die Auszubildenden für ihre Lernmittel nichts mehr zahlen. Wer bereits Lehrbücher gekauft hat, erhält 200 Euro ausgezahlt. Die Mindestlaufzeit des Vertrags liegt bei 14 Monaten. Außerdem haben sich die Tarifvertrags-Parteien darauf verständigt, noch in diesem Jahr Gespräche zum "Gemeinsamen Entgeltrahmen-Tarifvertrag" (GERT) aufzunehmen, bei dem die Löhne für die gewerblichen Arbeitnehmer und die Gehälter der Angestellten zu Einheits-Tarifen zusammengefasst werden. Zudem wollen beiden Seiten die Politik dazu bewegen, Regelungen für den flexiblen Übergang in die Altersrente zu treffen. "Obwohl die wirtschaftliche Situation der Stahlindustrie zur Zeit gut ist, wäre ein moderateres Ergebnis für die nationale und internationale Konkurrenzfähigkeit unserer Firmen wünschenswert gewesen", kommentierte Paul Belche, Verhandlungsführer des Saarhüttenverbands, das Ergebnis. "Das ist eine gute Lösung nach harten Verhandlungen. Die Stahlarbeitnehmer erhalten ein angemessenes Stück vom Kuchen", sagte Verhandlungsführer und IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild. low