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Musik
Eingetaucht in die Klangwelt der Sotzweiler Orgel

 Kantor Thomas Martin an der Sotzweiler Orgel.
Kantor Thomas Martin an der Sotzweiler Orgel. FOTO: Alexander Löw
Sotzweiler. Gut besucht war das Orgelkonzert in der Sotzweiler Pfarrkirche, zu dem die Pfarrei St. Mauritus und der Förderverein Magnifikat geladen hatten. Solist an der Haupt/Gaida-Orgel war Dekanatskantor Thomas Martin. Von red

Zum Auftakt erklang die Sonate Nr. 4 über den „tonus peregrinus“ von Josef Gabriel Rheinberger (1839 bis 1901). In diesem dreisätzigen Werk mit seinen ganz unterschiedlichen kompositorischen Charakteren konnte Thomas Martin schon zu Beginn die vielfältigen klanglichen Möglichkeiten der Sotzweiler Orgel zur Geltung bringen.


Sanfte Flöten- und Streicherklänge waren in weiteren meditativen Orgelsätzen des 19. Jahrhunderts zu hören. Zum einen das „Andantino“ aus Robert Schumanns „Studien für den Pedalflügel“ (op.56), zum anderen in zwei Stücken der „Lyrischen Blätter“ (op.89), einem Zyklus von Theodor Kirchner – ein eher unbekannter Komponist. Mit Choralpartita „Da Jesus an dem Creutze stundt“ von Samuel Scheidt und „Aria sub Elevatione“ von Gottlieb Muffat standen auch reizvolle Kompositionen des Frühbarock auf dem Programm. Im Zentrum des Konzerts stand Praeludium und Fuge in C- Dur (BWV 547) von Johann Sebastian Bach, eines seiner großen Meisterwerke, die er für dieses Instrument schuf.

Das klangprächtige und virtuose Finale bildete ein monumentales Orgelwerk der deutschen Romantik: Franz Liszts Praeludium und Fuge über den Namen B - A - C - H. Gerade bei diesem gewaltigen Opus führte Thomas Martin gegen Ende die Orgel an den Gipfel ihrer Klangstärke. Das Publikum dankte dem Interpreten mit langem Applaus.