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Ein Team von Virtuosen: 12 Cellisten in Neunkirchen

Neunkirchen. Oliver Schwambach

Vielleicht ist das ja das eigentliche Geheimnis der 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker : Nach wundervollen zwei Konzertstunden hat man fast vergessen, dass es ja auch noch Klavier, Akkordeon, Bandoneon, Pauke, Geige, Kontrabass und so vieles mehr gibt. All das hat das Meister-Dutzend in der Neunkircher Gebläsehalle am Sonntag irgendwie auch erklingen lassen, auf seiner Zeit- und Weltreise von Bach hin zu Piazzollas unsterblichen Tangos.

Wie sich da aus den 12 Gleichen immer wieder neu Instrumentengruppen formen, die Soli im Halbrund der Celli springen, jeder Teamplayer ist, aber auch Virtuose: unvergleichlich. Und wie leger sie all die Streicherkünste einzusetzen wissen, Akzente setzen, Pizzicato, Spiccato, Perkussion: Das belegt die Könnerschaft. Da sieht man dann auch nach, dass das "Collage" titulierte Werk letztlich nur eine hübsche Reihung für Cello arrangierter Klavierliteratur von Chopin und Schumann war.