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Washington
Ein bisschen „Playboy“ blieb Hugh Hefner bis zuletzt

Mit Smoking und „Bunnies“: So kannte man Hugh Hefner. Mit 91 Jahren starb der Gründer des Erotikmagazins „Playboy“ im September.
Mit Smoking und „Bunnies“: So kannte man Hugh Hefner. Mit 91 Jahren starb der Gründer des Erotikmagazins „Playboy“ im September. FOTO: dpa / Guyot
Washington. Von Daniel Jahn

Bis zum Schluss hat sich Hugh Hefner den Spaß nicht vom Alter verderben lassen: Der Gründer des „Playboy“ ging noch in hohem Alter in Nachtclubs feiern und sprach ein Wörtchen mit in der Redaktion. In seiner berühmten „Playboy-Mansion“ starb der Pionier, der sich brüstete, mit mehr als tausend Frauen geschlafen zu haben, am 27. September mit 91 Jahren.


In Smoking-Jacke und Bademantel, umringt von „Bunnies“ bei rauschenden Partys in Beverley Hills – das ist der Hefner-Mythos. Fundament der Legende ist das Magazin, das ab 1953 erschien – ein Affront in prüden Zeiten. Männer rund um den Globus gerieten durch die Erotik-Fotos von Damen in Wallung – vor allem, wenn Stars von Marilyn Monroe bis Pamela Anderson sich auszogen. Hefner hält sich zugute, die sexuelle Revolution angefeuert zu haben. Dem 1926 in Chicago geborenen, studierten Psychologen ging es indes nicht nur um Sex. In den 60ern ließ er – als Zeichen gegen die Rassentrennung – schwarze Jazz-Größen in seinen Shows und Clubs auftreten. „Mein Leben und die Einführung des Playboy waren die Antwort auf eine repressive und puritanische Erziehung“, sagte er einmal. In den 70ern hatte seine gedruckte Antwort sieben Millionen Leser. In den 80ern rutschte sein Imperium in die Miese, Tochter Christie übernahm. Sie ist eine von vier Kindern Hefners, der mit 86 zum dritten Mal heiratete. Eine Frau, die 60 Jahre jünger war – ein bisschen „Playboy“-Image blieb eben bis zum Schluss.