Stiftung Warentest E-Book-Reader: Testsieger in wichtigster Kategorie gibt es schon für unter 200 Euro

Das Herumschleppen schwerer Bücher gehört der Vergangenheit an. Heutzutage genießt man Klassiker der Weltliteratur oder entspannte Urlaubslektüre auf einem E-Book-Reader. Doch welcher ist die beste Wahl? Die Stiftung Warentest hat insgesamt 33 Modelle auf Herz und Nieren geprüft.

E-Book-Reader bei Stiftung Warentest: Testsieger gibt es schon für unter 200 Euro ​
Foto: IMAGO/Pond5 Images/IMAGO/xOkrasyukx
  • Stiftung Warentest hat 33 E-Book-Reader getestet
  • Auf dem Prüfstand standen E-Book-Reader mit und ohne Stift
  • Im Testbericht erhalten auch Modelle unter 200 Euro eine gute Bewertung

Die Welt der Bücher hat sich digitalisiert – mit ihr sind E-Book-Reader zu unverzichtbaren Begleitern für Leser geworden. Doch angesichts der Vielzahl von Modellen und Marken kann die Entscheidung für den richtigen Reader eine Herausforderung sein. Die Stiftung Warentest hat sich dieser Herausforderung angenommen und 33 E-Book-Reader genauer unter die Lupe genommen, um die Testsieger zu küren.

So wurde getestet und bewertet

Die Stiftung Warentest bewertete die E-Book-Reader in den Kategorien Bildqualität (30 %), Handhabung (40 %), Robustheit und Verarbeitung (20 %) sowie Akkulaufzeit (10 %), um die Gesamtnote zu ermitteln.

E-Book-Reader ohne Stift: Pocketbook und Tolino sichern sich den Testsieg

In der Kategorie der E-Book-Reader ohne Stift stehen gleich zwei Modelle an der Spitze: Der Pocketbook Inkpad 4 und der Tolino Epos 3 erhielten beide die Gesamtnote 1,5 von der Stiftung Warentest. Der Pocketbook Inkpad 4 bietet eine beeindruckende Akkulaufzeit von etwa 76 Stunden, eine Bildschirmdiagonale von rund 20 cm und großzügige 28,3 GB internen Speicher. Zudem ist das Gerät wasserfest und verfügt über eine automatische Helligkeitsanpassung. Die Kosten belaufen sich auf 282,45 Euro (Stand 17. April)

Der Tolino Epos 3 bietet ähnliche Funktionen wie der Pocketbook Inkpad 4, allerdings mit einer etwas kürzeren Akkulaufzeit von 24 Stunden und einem etwas kleineren internen Speicher von 26,6 GB. Er kostet über Amazon aktuell 257,61 Euro.

E-Book-Reader mit Stift: Amazon Kindle Scribe holt sich Platz 1

Für Leseratten, die auch handschriftliche Notizen in ihre Bücher schreiben wollen, empfehlen sich Geräte mit Stift. Dank ihrer größeren Bildschirme mit 26 Zentimeter Diagonale lassen sich auch andere Dokumente wie PDF angenehmer lesen.

Unter den E-Book-Readern mit Stift sicherte sich der Amazon Kindle Scribe (16 GB) mit der Gesamtnote 1,7 den Testsieg. Er bietet eine Bildschirmdiagonale von etwa 26 cm, eine Akkulaufzeit von rund 76 Stunden und einen internen Speicher von 11,8 GB. Leider ist das Gerät nicht wasserfest. Besonders interessant ist die Version mit Premium-Eingabestift, die zusätzliche Funktionen wie einen Radiergummi und eine Kurzbefehl-Taste bietet. Günstig ist das Modell nicht. So belaufen sich die Kosten für das Gerät mit Standard-Stift auf Amazon auf 369 Euro, mit einem Premium-Eingabestift sogar auf stolze 399 Euro. (Stand 17. April)

Testsieger in Kategorie „Bildqualität“ kostet 169 Euro

Der Kobo Clara 2E und der Pocketbook Verse Pro, beide mit der Bewertung 1,6, sind bereits ab 169 Euro erhältlich. Der Kobo Clara 2E überzeugt insbesondere mit seiner ausgezeichneten Bildqualität und holt sich mit der Note 1,7 den Testsieg in dieser Kategorie. Leichte Abzüge erhielt er in den Bereichen Handhabung (2,2) und Verarbeitungsqualität (1,9).

Auch der Tolino Shine 4, bewertet mit 1,7, ist mit einem Preis von nur 150 Euro eine attraktive Option. Er besticht ebenfalls durch seine herausragende Bildqualität (1,3), obwohl es leichte Abzüge in den Kategorien Akkulaufzeit und Handhabung (2,1) gab.

Das preisgünstigste Modell, der Amazon Kindle 2022, erhielt die Gesamtnote 1,9 und kostet lediglich 110 Euro. Hier erreichen fast alle Kategorien eine Bewertung von 1,8, lediglich bei der Akkulaufzeit wurde eine 2 vergeben.

Unterschied zwischen Amazon-Readern und anderen Marken

Amazon bietet komfortable Reader, jedoch sind die Nutzer stark an den Konzern gebunden, da E-Books fast ausschließlich bei Amazon gekauft werden können und kopiergeschützt sind. Kobo und Tolino hingegen haben einen weniger restriktiven Kopierschutz und ermöglichen oft das Weitergeben von Titeln sowie das Ausleihen von Büchern aus öffentlichen Bibliotheken.

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