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Leserbrief Attacke gegen DUH
Es heißt doch Schaden abwenden

Das Schild der Deutschen Umwelthilfe (DUH) an der Berliner Niederlassung – aktuell hat es Debatten über die Gemeinnützigkeit der Umwelthilfe gegeben. Die DUH ist derzeit mit zahlreichen Klagen im Land zur Einhaltung des EU-Grenzwertes für das gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid in aller Munde.
Das Schild der Deutschen Umwelthilfe (DUH) an der Berliner Niederlassung – aktuell hat es Debatten über die Gemeinnützigkeit der Umwelthilfe gegeben. Die DUH ist derzeit mit zahlreichen Klagen im Land zur Einhaltung des EU-Grenzwertes für das gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid in aller Munde. FOTO: dpa / Miguel Villagran
Über Sinn und Höhe von Grenzwerten kann man sich streiten. Aber während wir alle ausgewiesene Fussballexperten sind, sollte man den Befund darüber vielleicht doch eher Umweltwissenschaftlern und Medizinern überlassen, oder?

Die Justiz entscheidet nicht über die Plausibilität von Gesetzen, sondern darüber, ob sie eingehalten werden. Täte sie das nicht, benähme sie sich ähnlich mafiös wie die Regierung das bei der Dieselaffäre tut. Die DUH wiederum zwingt bloß den Gesetzgeber, sich an die eigenen Gesetze zu halten. Dass sie das tun muss, ist der eigentliche Skandal. Schuld an der Misere oder besser an diesem antidemokratischen Frevel hat also weder die Justiz noch die DUH, sondern ein Verbrechersyndikat. Es besteht aus den Feudalherren und Profithooligans der Autoindustrie einerseits und deren Vasallen und Leibeigenen in der Bundesregierung andererseits. Die Leidtragenden sind die Dieselfahrer und natürlich all jene Menschen, die seit Jahren dreckigere Luft einatmen müssen als nötig. Liebe Politiker: Es heißt Schaden vom Volk abwenden und nicht mit krimineller Energie Schaden beim Volk anrichten.