Düsseldorfer Investor Droege übernimmt Weltbild-Konzern

Düsseldorfer Investor Droege übernimmt Weltbild-Konzern

Die Mehrheitsübernahme des insolventen Weltbild-Konzerns durch den Düsseldorfer Investor Droege ist unter Dach und Fach. Der notarielle Kaufvertrag sei abgeschlossen worden, wie Weltbild-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz mitteilte.

Der Übernahme müssen nun noch das Kartellamt, der Weltbild-Gläubigerausschuss und der Droege-Aufsichtsrat zustimmen.

Die Sanierung der Verlagsgruppe mit den etwa 2100 Beschäftigten am Unternehmenssitz in Augsburg und in den bundesweit verteilten Buchhandlungen erfolgt als Joint Venture. Die Droege International Group AG übernimmt die Führung bei dem früheren Kirchenunternehmen, Geiwitz bleibt als Vertreter der Gläubiger mit 40 Prozent zunächst Minderheitsgesellschafter. Dieser Anteil soll später an Droege verkauft werden. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung will Droege 20 Millionen Euro investieren. Im Rahmen der Insolvenz waren etwa 950 Jobs gestrichen worden. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft Verdi hatten sich positiv zum Verkauf an Droege geäußert. Der Unternehmer Walter Droege gilt als ebenso verschwiegen wie finanzstark. Sein Beratungs- und Investmenthaus ist eigenen Angaben zufolge an 125 Gesellschaften in rund 30 Ländern weltweit beteiligt.

Weltbild gilt als einer der wenigen Online-Händler als ernstzunehmender Amazon-Konkurrent hierzulande. Auch die Vertriebsplattform bücher.de gehört mehrheitlich zu Weltbild.

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