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Neues aus der Hauptstadt
Die Rückkehr des Basta-Kanzlers

Der Basta-Kanzler ist wieder da. Bei den Olympischen Spielen zeigte sich Gerhard Schröder mit seiner künftigen fünften Ehefrau Soyeon Kim. Bei der Weißwurst, beim Weißbier und bei anderen sportlichen Wettbewerben. Nebenbei sprach sich Schröder für Olympia in Berlin aus. Und weil Volksentscheide bisher vor allem Gegenstimmen hervorgebracht haben, will der SPD-Mann das Hin und Her lieber gleich lassen: „Manche Dinge müssen einfach durchgesetzt werden und fertig.“ So ist er, der Gerd. Von Hagen Strauss


Schröders frühere Ehefrau, Doris Schröder-Köpf, sorgte freilich auch für Aufsehen. Beim Braunschweiger Karneval verkleidete sie sich als … Asiatin! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Neben ihr der aktuelle Lebensgefährte, der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius. Freilich war der nicht wirklich verkleidet – weder als Asiate, noch als Altkanzler.

Am Aschermittwoch war alles vorbei, und es hat mal wieder die Fastenzeit begonnen. SPD-Vize Manuela Schwesig twitterte also ihre Liste, was sie unter Fasten versteht: kein Fleisch, kein Alkohol, keine Schokolade. So weit, so gut. Doch auf dem Zettel der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern fand sich auch noch ein vierter Punkt: „Keine Chaostage SPD!“ Das wiederum dürfte den Genossen besonders schwerfallen.



Jens Spahn kann sich Hoffnung machen, vielleicht doch noch ein Ministeramt zu ergattern. Denn der Druck auf die Kanzlerin, junge Talente in ihr Kabinett zu holen, ist groß. Der Staatssekretär packte am Dienstag Kisten im Finanzministerium. Dort ist seine Zeit bald vorbei, weil das Ressort von SPD-Mann Olaf Scholz übernommen werden soll. Auf die (investigative) Frage, wohin er die Kartons denn habe bringen lassen, antwortete der CDU-Mann grinsend: „Erstmal in mein Abgeordnetenbüro...“

Wer kennt noch Frank Steffel? Niemand? Das war der Kennedy von der Spree, der mal in Berlin gegen Klaus Wowereit angetreten ist, und sich dann bei einer Kundgebung ängstlich vor Eierwürfen hinter Edmund Stoiber versteckt hat. Das war es damals mit den Ambitionen des CDU-Mannes. Steffel sitzt noch im Bundestag. Jetzt hat er die Einführung eines Ein-Euro-Scheines gefordert. Warum? In den USA zahle man das Trinkgeld auch nicht mit Münzen, sondern mit einem Schein. „Das finde ich viel netter.“⇥ Hagen Strauß