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Die "NZZ am Sonntag" (Zürich)spannt einen Bogen von der Börsenkrise bis zur Virengrippe:

Die "NZZ am Sonntag" (Zürich)spannt einen Bogen von der Börsenkrise bis zur Virengrippe:1989 (. . .) wussten wir nicht, dass das Ende des Kalten Krieges der Anpfiff zum Siegeszug der Globalisierung und der grenzenlosen Mobilität werden sollte. (. . .) Die Globalisierung ist Realität geworden - für Börsenkurse und für Viren

Die "NZZ am Sonntag" (Zürich)spannt einen Bogen von der Börsenkrise bis zur Virengrippe:1989 (. . .) wussten wir nicht, dass das Ende des Kalten Krieges der Anpfiff zum Siegeszug der Globalisierung und der grenzenlosen Mobilität werden sollte. (. . .) Die Globalisierung ist Realität geworden - für Börsenkurse und für Viren. Die Geschwindigkeit der Ausbreitung des Virus H1N1 durch den Flugverkehr ist ein Musterstück: Viren sind der Inbegriff des Megatrends Mobilität - sie lassen sich in einer freien Welt kaum stoppen.Der "Tagesspiegel am Sonntag" schreibt zu den Auftritten von Thüringens Ministerpräsident Althaus nach seinem Ski-Unfall: Was ist nicht alles über Dieter Althaus gerätselt, spekuliert, in sein Verhalten hineininterpretiert worden. Und immer ging es um die Frage, ob einer, der schuld am Unfalltod eines Menschen ist, Ministerpräsident sein darf. Althaus hat seine Antwort gegeben: Ja, er darf. Mittlerweile hat er auch seinen Umgang mit der eigenen Schuld, nun sagen wir, qualifiziert. Man mag sich darüber erregen, dass einer so kühl und nüchtern, praktisch geschäftsmäßig, mit der Frage von Schuld und Verantwortung um- und zur Tagesordnung übergeht. Nur: Der Mensch und Politiker Althaus musste sich dafür kaum verbiegen. Insofern steckt weniger Kalkül dahinter, als mancher vermutet. So ist er eben, der Mensch und Politiker Althaus. Zur Zukunft des Afghanistan-Einsatzes schreibt die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung":Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier haben bislang noch nicht gezuckt, was die Zustimmung zum Afghanistan-Einsatz angeht. Allerdings hat Frau Merkel 2002 schmerzhaft erlebt, was in einem Bundestagswahlkampf die falsche Haltung zu einem von der Bevölkerungsmehrheit für falsch empfundenen Krieg bedeuten kann. (. . .) Sollte es den Taliban gelingen, durch einen schweren Anschlag (. . .) den Bundeswehreinsatz in den Bundestagswahlkampf hineinzubomben, so würde die große Koalition nach vier Jahren vor ihrer mindestens außenpolitisch entscheidenden Bewährungsprobe stehen. Hielten Kanzlerin und Kanzlerkandidat gemeinsam an dem Einsatz fest, so könnte seine Fortsetzung gelingen. Erläge jedoch einer von beiden der Versuchung, den Abzug der Bundeswehr zu fordern, so bedeutete das wohl das Ende der Mission.