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Die "Allgemeine Zeitung" aus Mainz schreibt zur Wiederwahl von Bundespräsident Köhler:

Die "Allgemeine Zeitung" aus Mainz schreibt zur Wiederwahl von Bundespräsident Köhler: Es gibt nach dieser Wahl Grund für die Nation, ein kleines bisschen aufzuatmen. Köhler ist der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Er redet niemandem nach dem Munde, schon gar nicht den Regierenden. Ein bequemer Präsident wäre gefährlich

Die "Allgemeine Zeitung" aus Mainz schreibt zur Wiederwahl von Bundespräsident Köhler: Es gibt nach dieser Wahl Grund für die Nation, ein kleines bisschen aufzuatmen. Köhler ist der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Er redet niemandem nach dem Munde, schon gar nicht den Regierenden. Ein bequemer Präsident wäre gefährlich. Im Hinblick auf die Bundestagswahl hat dieser 23. Mai nichts vorentschieden. Fundamental anders hätte sich die Lage dargestellt, wenn Schwan mit Stimmen von SPD, Grünen, Linkspartei und womöglich noch Abweichlern der FDP gewählt worden wäre. Dann stünde die Nation jetzt kopf, der Bundestagswahlkampf hätte am Samstag begonnen, und zwar mit einer Schärfe, wie es dieses Land noch nicht erlebt hat.Auch die "Aachener Zeitung" kommentiert die Wahl Köhlers:Wenn die Parteipolitik klug ist, nimmt sie die Botschaft dieses Präsidenten auf: Vertrauen haben in die Bürgerinnen und Bürger. Das würde konkret bedeuten: Verzichtet endlich, endlich auf populistischen Kram, auf die stupide Langeweile von Plakatslogans und den öden Lager-Wahlkampf! Die meisten Wähler sind viel klüger, als uns die grässlichen Großplakate, die Deutschlands Grünflächen über Monate verunstalten, weismachen wollen. Die dänische Zeitung "Jyllands-Posten" lobt zum 60. Jahrestag des Grundgesetzes:Am 23. Mai 1949 bekam das damalige Westdeutschland sein Grundgesetz. Dies wird in diesen Tagen gefeiert - mit gutem Grund. Selten hat ein so jugendlicher Jubilar so viel erreicht, so viel geleistet. Deutschland mit seiner extrem dramatischen Geschichte steht jetzt schlicht als demokratisches Vorbild da. Bei Licht betrachtet ist es Europas stärkste Macht. Aber das Land führt sich nie als solches auf.