"DFKI hat schon weltweite Bedeutung"

"DFKI hat schon weltweite Bedeutung"

Saarbrücken. Mit einem Kostenaufwand von 4,6 Millionen Euro wird ab sofort der 1200 Quadratmeter große Erweiterungsbau des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) an der Universität des Saarlandes realisiert. 100 Mitarbeiter sollen hier im Juni 2010 einziehen, erklärte gestern DFKI-Chef Wolfgang Wahlster bei der Grundsteinlegung

Saarbrücken. Mit einem Kostenaufwand von 4,6 Millionen Euro wird ab sofort der 1200 Quadratmeter große Erweiterungsbau des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) an der Universität des Saarlandes realisiert. 100 Mitarbeiter sollen hier im Juni 2010 einziehen, erklärte gestern DFKI-Chef Wolfgang Wahlster bei der Grundsteinlegung. Die Hälfte der Baukosten übernimmt das Land, die andere Hälfte kommt aus Eigenmitteln, die die derzeit 500 DFKI-Mitarbeiter im Rahmen von Forschungsprojekten aus der Industrie realisieren. Zum DFKI gehören schon rund 20 Gesellschafter: vom Land bis hin zu Unternehmen wie BMW oder auch der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS. Herzstück des DFKI-Erweiterungsbaus ist ein Visualisierungszentrum, in dem lebensnah Situationen simuliert und die Auswirkungen auf die Praxis getestet werden. Etwa, wie viele elektronische Hinweise im Fahrzeug ein Fahrer verkraften kann. Das inzwischen 20-jährige DFKI habe mit seiner Forschungs- und Entwicklungsarbeit schon weltweit Aufmerksamkeit erreicht, betonte Ministerpräsident Peter Müller in seiner Ansprache. Dies zeige auch der geplante Einstieg des US-Chipkonzerns Intel als weiterer Gesellschafter des DFKI. In der saarländischen Informatik-Landschaft seien mit rund 7000 Arbeitsplätzen schon mehr Beschäftigte vertreten, als der Bergbau heute noch habe. Volker Linneweber hob als deren Präsident die gute Zusammenarbeit der Universität mit dem DFKI hervor. Wer an die Saar zum Studium komme, dem eröffneten sich gleichzeitig berufliche Perspektiven in der Nachbarschaft der Uni. Wahlster dankte dem Land für die Beteiligung an den Baukosten. Der Erweiterungsbau bringe neue Projekte und weitere Jobs. ts