DFB geht gegen Supermarktkette Real in Führung

DFB geht gegen Supermarktkette Real in Führung

Im Adler- Streit zwischen dem Deutschen Fußballbund (DFB) und der Metro-Tochter Real steht es 1:0 für den Verband. Der DFB hat vor dem Landgericht München einen Teilsieg errungen. Es bestätigte eine einstweilige Verfügung gegen Real.

Dabei hatte die Kammer geprüft, ob die Supermarktkette Trikots und Fußmatten mit einem Adler-Symbol verwenden darf oder ob diese Praxis gegen DFB-Markenrechte verstößt. Wegen der "deutlichen Ähnlichkeit" zwischen DFB-Logo und Real-Adler darf die Handelskette diese Trikots und Matten nicht mehr verkaufen.

Der Verband hat mit diesem Erfolg den Streit noch längst nicht gewonnen. Denn das Landgericht hat nicht die weit wichtigere Frage entschieden, ob das DFB-Markenrecht überhaupt zu Recht besteht. Das muss das Deutsche Patent- und Markenamt in München klären, das die Bildmarke mit dem Adler erst 2012 geschützt hat. Dabei sei dem Amt ein Fehler unterlaufen, sagen Real-Anwälte. Die Supermarktkette hat deshalb beim Patentamt eine Löschung des DFB-Markenrechts beantragt. Die Chancen für Real stehen nicht schlecht. Denn das Markengesetz enthält einen Passus, wonach ein Zeichen nicht als Marke eingetragen werden darf, wenn es ein staatliches Hoheitszeichen - also etwa den Bundesadler - enthält oder nachahmt. Nicht-Juristen dürfte es dabei leicht fallen, eine deutliche Ähnlichkeit zwischen Bundes- und DFB-Adler zu erkennen. Das Patentamt veranschlagt für die Prüfung mehrere Monate. Hinter dem Streit stecken wirtschaftliche Interessen. Denn Produkte mit DFB-Logo oder einem ihm ähnlichen versprechen Millionenumsätze.