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Leserbrief Messer-Statikstik/Leitartikel
Deutsche Täter auch erwähnen

 Der Leitartikel von SZ-Redakteur Daniel Kirch („Ergebnis der Messser-Statistik wird vielen nicht gefallen“) ist das beste Beispiel für ein Phänomen, das spätestens seit der desaströsen Kölner Silvesternacht in allen deutschen Medien zu sehen ist.

Hier zeigt sich Herr Kirch zwar ehrlicherweise entsetzt über 31 Syrer, die einen Deutschen angegriffen haben, aber wo werden denn die 842 Messerattacken von Deutschen erwähnt? Und so geht das seit fast zwei Jahren: Es wird zu 90 Prozent über Taten von Flüchtlingen berichtet, aber die vielen anderen Mordtaten und Vergewaltigungen fallen bewusst unter den Tisch. Natürlich muss dann jemand, der nur die Schlagzeilen aufsaugt, Angst bekommen. Aber auch die Opfer von deutschen Tätern verdienen Öffentlichkeit.


Michael Braun, Saarlouis