Deutsche Stahlindustrie erwartet Fortsetzung des Aufwärtstrends

Deutsche Stahlindustrie erwartet Fortsetzung des Aufwärtstrends

Düsseldorf. Die deutschen Stahlhersteller erwarten für 2010 nach dem deutlichen Rückgang im vergangenen Jahr ein Produktionsplus von 34 Prozent. Das bedeutet eine Rohstahlproduktion von 43,8 Millionen Tonnen. Damit werden die Mengen der Jahre 2005 bis 2008 aber noch nicht wieder erreicht

Düsseldorf. Die deutschen Stahlhersteller erwarten für 2010 nach dem deutlichen Rückgang im vergangenen Jahr ein Produktionsplus von 34 Prozent. Das bedeutet eine Rohstahlproduktion von 43,8 Millionen Tonnen. Damit werden die Mengen der Jahre 2005 bis 2008 aber noch nicht wieder erreicht. Für das kommende Jahr geht Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, von einem weiteren Anstieg um knapp zwei Prozent auf 44,5 Millionen Tonnen aus. Damit wäre das Niveau von 2005 erreicht. "Die Stahlkonjunktur wird auch 2011 aufwärtsgerichtet bleiben", sagte Kerkhoff gestern in Düsseldorf.Die Stahlkocher gründen ihre Zuversicht auf die gute Nachfrage durch die meisten Stahlverarbeiter. Deren Produktion werde 2011 um vier bis fünf Prozent steigen - nach einem Anstieg von acht Prozent in diesem Jahr, so Kerkhoff. Zudem befänden sich die Lagerbestände im Stahlhandel sowie bei den Stahlverarbeitern auf niedrigem Niveau, und die Importe aus Ländern außerhalb der EU lägen niedriger als in den vergangenen Jahren - alles Punkte, die sich positiv auf die Erzeugung auswirken.

"Die weltweite Stahlproduktion wird im laufenden Jahr um 15 Prozent auf ein neues Rekordniveau von 1,413 Milliarden Tonnen steigen", sagte Verbandspräsident Kerkhoff. 2011 werde sich das Wachstum dann auf rund fünf Prozent normalisieren. ur

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